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Hirschkäfer

Lucanus cervus

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Besonders geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
  • Anhang II der FFH-Richtlinie
  • Anlage I der Bundesartenschutzverordnung ("besonders geschützt")
  • Rote Liste Hessen "gefährdet"
  • Rote Liste Deutschland "stark gefährdet"


LEBENSRAUM
Der Hirschkäfer lebt bevorzugt in alten Laubwäldern, besonders Eichenwäldern, in denen seine Larve in abgestorbenen großen Wurzelstöcken und alten Stümpfen von Eichen, seltener auch anderen Baumarten, eine wenigstens fünfjährige, unterirdische Entwicklungszeit durchläuft. Manchmal finden sich Entwicklungsstellen des Hirschkäfers auch an Baumstubben oder Holzpflöcken in Gärten, Parkanlagen oder Streuobstgebieten.

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
Im Stadtwald südlich des Mains ist der Hirschkäfer verbreitet und stellenweise häufig. Insbesondere in den Eichenbeständen im Schwanheimer Wald kann man die Art im Frühsommer in großer Zahl beobachten. Die gesamte Verbreitung ist allerdings noch nicht bekannt, weshalb Meldungen über Funde stets willkommen sind.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
Da der Hirschkäfer auf unterirdisches Totholz - insbesondere von Eichen - angewiesen ist, ist sein Vorkommen stark von der Art der forstwirtschaftlichen Nutzung abhängig. Werden die Stümpfe nach der Nutzung der Laubbäume gerodet, verliert der Hirschkäfer, und mit ihm eine Vielzahl weiterer Arten, die Grundlage für eine erfolgreiche Larvalentwicklung.