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Flussregenpfeifer

Charadrius dubius

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
  • Anlage I der Bundesartenschutzverordnung ("streng geschützt")
  • Rote Liste Hessen "gefährdet"


LEBENSRAUM
Die ursprünglichen Lebensräume des Flussregenpfeifers sind Schotterinseln und flache, vegetationsarme Uferzonen von größeren Fließgewässern. Infolge des nahezu vollständigen Verlustes derartiger Habitate in Mitteleuropa sind heute junge Sekundärbiotope in Kiesgruben und anderen Abbaustellen sowie ähnlich strukturierte Sand-, Kies- und Schotterflächen, zum Beispiel auf Industriebrachen, die wichtigsten Lebensräume. Zur Zugzeit erscheint die Art auch auf Schlickflächen an Teichen oder an Wegpfützen.

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
Der Flussregenpfeifer schreitet nur lokal und wahrscheinlich nicht in jedem Jahr in Frankfurt zur Brut. Zeitweilige Brutorte sind oder waren unter anderem der Monte Scherbelino im östlichen Stadtwald, das Cargo-City-Gelände südlich des Flughafens, abgeräumte Flächen auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände oder Industrieflächen im Osten der Stadt.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
Infolge der oft rasch voranschreitenden natürlichen Sukzession an Abbaustellen oder der weiteren Nutzung bzw. Überbauung von Industriebrachen verschwinden viele Brutplätze kurzfristig wieder, oft bereits im folgenden Jahr. Zusätzlich bestehen direkte Gefährdungen durch die Nutzung oder Umgestaltung derartiger Flächen auch während der Brutzeit.