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Eisvogel

Alcedo atthis

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
  • Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie
  • Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung ("besonders geschützt")
  • Rote Liste Hessen "gefährdet"
  • Rote Liste Deutschland "Vorwarnliste"


LEBENSRAUM
Der Eisvogel benötigt Bäche, Flüsse oder auch Teichgebiete mit klarem, sauberem Wasser und Beständen verschiedener kleiner Fischarten als Nahrungsgrundlage sowie sandige oder lehmige Steilwände oder Abbruchkanten, möglichst in Gewässernähe, zur Anlage seiner Bruthöhlen.

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
An den Weihern im Stadtwald brütet der Eisvogel in mehreren Paaren, er ist dort regelmäßig zu beobachten. Weitere Brutvorkommen befinden sich im Enkheimer Wald, an der Nidda und am Erlenbach. Außerhalb der Brutzeit kann man den Eisvogel auch an Kiesgruben, Stadtwaldbächen und anderen Gewässern, selbst im Stadtgebiet an Parkweihern, am Main und an der Nidda beobachten.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
Der Ausbau der Gewässer und die oft sehr schlechte Wasserqualität sowie direkte Verfolgung durch Angler und Fischzüchter waren für den Rückgang des Eisvogels bis etwa Anfang der 80er Jahre verantwortlich. Nach strengem Schutz und deutlichen Verbesserungen der Wasserqualität haben sich die Bestände vielerorts erholt. Heute sind es vor allem fehlende Nistmöglichkeiten und Störungen am Brutplatz, die die Art gefährden. Aber auch strenge Winter können den Bestand des Eisvogels natürlicherweise erheblich dezimieren.