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Blaukehlchen

Luscinia svecica

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
  • Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie
  • Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung ("streng geschützt")
  • Rote Liste Hessen "gefährdet"


LEBENSRAUM
Die Brutplätze des Blaukehlchen liegen in größeren Feuchtgebieten oder Uferzonen von Flüssen, sekundär auch in Abbaugebieten, ganz überwiegend in den Niederungen, wo vor allem durch Gebüsche und kleine offene Flächen reich strukturierte Schilf- und andere Röhrichte besiedelt werden. Als Durchzügler treten Blaukehlchen - auch das nordeuropäische "Rotsternige Blaukehlchen" - darüber hinaus gelegentlich in feuchten Gebüschen und lichten Feuchtwäldern sowie in Rapsfeldern und an Kleingewässern auf.

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
Ehemals gehörten das Enkheimer Ried zu den wenigen noch verbliebenen Brutplätzen in Hessen. Das dortige Vorkommen ist aber in den letzten Jahrzehnten nicht mehr regelmäßig besetzt.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
Blaukehlchen waren infolge groß angelegter Umwandlung von Feuchtgebieten in Wiesen- oder Ackerland sowie die Verbauung von Uferzonen der Flüsse in Hessen sehr selten geworden. Durch die Sicherung und naturschutzgerechte Ausgestaltung geeigneter Lebensräume in Naturschutzgebieten, darunter auch Sekundärlebensräume in Kies und Sandgruben, konnte sich der Bestand deutlich erholen. Zudem hat sich die Art im letzten Jahrzehnt wieder deutlich ausgebreitet.