Logo FRANKFURT.de

Blau-Schwarzer Ameisenbläuling

Maculinea nausithous

Schutz und Gefährdung

  • Anhang II und IV der FFH-Richtlinie
  • Streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
  • Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung ("besonders geschützt")
  • Rote Liste Hessen und Deutschland "gefährdet"


Lebensraum
Die Art lebt auf wechselfeuchtem bis feuchtem Grünland. Als Raupenfutterpflanze benötigt sie den Großen Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis), an dem die Eier abgelegt werden. Für die weitere Entwicklung ist das Vorkommen der Erdameise Myrmica rubra unabdingbar. Die Raupe wird von der Ameise in deren Nest eingetragen und dort von ihr weiter gefüttert, bzw. sie ernährt sich kleptoparasitisch.

Vorkommen in Frankfurt am Main
In Frankfurt ist die Art ausgesprochen selten, sie ist bisher nur aus der Niddaaue bekannt.

Gefährdungsfaktoren
Das Vorkommen dieses Falters ist an das des Großen Wiesenknopfes und der Wirtsameise gebunden, daher sind Faktoren, welche diese beiden Arten bzw. ihre Lebensräume gefährden, auch Gefährdungsfaktoren für den Bläuling. Das sind vor allem Trockenlegung, Einsatz schwerer Maschinen und zu tiefer Schnitt, die das Vorkommen der Wirtsameise beeinträchtigen, sowie Eutrophierung und Herbizideinsatz, die dem Großen Wiesenknopf und der Wirtsameise schaden. Eine weitere Gefährdung entsteht durch zu späte Erst- bzw. zu frühe Zweitmahd, wodurch entweder der Wiesenknopf zur Flugzeit des Falters nicht blüht oder die Bläulingsraupen nicht mehr in die Nester der Ameise gelangen.