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Blauflügelige Sandschrecke

Sphingonotus caerulans

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Besonders geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
  • Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung ("besonders geschützt").
  • Rote Liste Hessen "vom Aussterben bedroht"
  • Rote Liste Deutschland "stark gefährdet"


LEBENSRAUM
Die Blauflügelige Sandschrecke lebt hauptsächlich auf stark besonnten, vegetationsarmen Schotter-, Kies- oder Sandflächen. Ursprünglich wurden wohl vorwiegend die Uferbereiche der großen Flüsse besiedelt, heute liegen die Verbreitungsschwerpunkte in Sekundärlebensräumen wie Industriebrachen, Bahnanlagen und Sand- oder Kiesabbauflächen. Daneben kommt die Art auch auf Binnendünen vor.

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
Mit einer Reihe von Vorkommen auf Bahnanlagen und Industrieflächen - zum Beispiel am Güterbahnhof West und dem Bahnhof Sportfeld - stellt Frankfurt einen der Verbreitungsschwerpunkte in Hessen dieser landesweit sehr seltenen Heuschrecke dar.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
Die Hauptgefährdungsursache in den ursprünglichen Primärlebensräumen war die Verbauung der großen Flüsse bzw. die Unterdrückung der natürlichen Dynamik dieser Gewässer. Damit verschwanden die von der Sandschrecke besiedelten Sand- und Kiesbänke. An den Sekundärlebensräumen wird die Art bei aufkommender Sukzession schnell verdrängt. Die Sekundärbiotope selbst sind häufig durch Überbauung oder Nutzungsintensivierung gefährdet.