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Eremit

Osmoderma eremita

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
  • Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie, "prioritäre Art"
  • Rote Liste Deutschland und Hessen "stark gefährdet"


LEBENSRAUM
Während des gesamten Lebenszyklus ist der Käfer in hohem Maße an noch stehende, aber bereits von Fäulnisprozessen befallene Altbäume gebunden. Dort entwickeln sich die Larven in geschlossenen Höhlungen, in denen sich Holzmulm gebildet hat. Auch die erwachsenen Käfer halten sich oft in diesen Höhlungen auf, kommen aber zum Lecken von Baumsäften oder zur Suche nach neuen Brutbäumen auch gelegentlich daraus hervor. Da der Käfer wärmeliebend ist, besiedelt er vor allem lichte alte Wälder in den Niederungen bis in mittlere Höhenlagen, sowie alte Baumbestände in Hutungen, Parks und auf Friedhöfen.

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
Neben alten, nicht bestätigten Vorkommen im Schwanheimer Wald gibt es aktuelle Funde im Bereich des Naturschutzgebietes "Seckbacher Ried" in alten Weiden.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
Die Bestände dieser ehemals in Mitteleuropa wohl weit verbreitete Art haben durch die Intensivierung der Forstwirtschaft, vor allem die Reduzierung des Umtriebsalters und das Fällen von Fäulnis befallener Höhlenbäume, ganz dramatisch abgenommen. Da dies flächenhaft geschah, die Käfer aber offenbar nicht in der Lage sind, größere Distanzen zu überwinden, sind viele Restbestände verinselt, nur noch sehr klein und oft an anthropogenen Standorten verblieben, vor allem in Parks mit Altbäumen. Dort fallen ihre Brutbäume häufig der Verkehrssicherung zum Opfer, oder die Bruthöhlen brechen durch weiteren natürlichen Zerfall auf und können vom Käfer dann nicht mehr genutzt werden.