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Feldhamster

Cricetus cricetus

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
  • Anhang IV der FFH-Richtlinie
  • Rote Liste Hessen "gefährdet"
  • Rote Liste Deutschland "stark gefährdet"


LEBENSRAUM
Der Feldhamster gehört zu den ursprünglichen Steppenbewohnern und lebt in unserem Raum fast ausschließlich in der großräumig offenen "Agrarsteppe". Er bevorzugt Klee- und Luzernefelder, besiedelt heute aber überwiegend Getreideäcker der unteren Höhenlagen, wo er seine umfangreichen Erdbauten gräbt. Da er sich überwiegend von Getreidekörnern ernährt, spielen andere Lebensräume wie Wiesen und Brachen meist nur eine untergeordnete Rolle, können aber wichtig sein für die Anlage von Bauten, die durch Feldarbeiten wenig gestört sind.

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
In den landwirtschaftlich geprägten Gebieten des Frankfurter Umlandes, zum Beispiel um Bonames und Sossenheim, war der Feldhamster bis in die 60er Jahre des 20ten Jahrhunderts regelmäßig vertreten, heute besteht - neben verstreuten und teilweise isolierten Vorkommen in den nördlichen Gemarkungen - ein größerer Bestand im Raum Liederbach.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
In der modernen Landwirtschaft ist es heute üblich, die Stoppeläcker schon kurz nach der Ernte umzupflügen, so dass den Hamstern schlagartig die Nahrungsgrundlage entzogen wird. Außerdem werden durch größere Pflugtiefe und häufige Feldbearbeitung viele Bauten zerstört, oft mit Jungen darin. Hinzu kommt eine Belastung der Nahrung mit Giftstoffen und ein Mangel an ungestörten Randstrukturen wie Böschungen, Wegraine und junge Brachen.