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Gerechtigkeitsbrunnen

Viel zu sehen bekommt die Göttin Justitia, die den Gerechtigkeitsbrunnen auf dem Römerberg ziert - und ist selbst auf ungezählten Urlaubsbildern und Hochzeitsfotos zu sehen. Der erste Gerechtigkeitsbrunnen vor dem Römer wurde 1543 eingeweiht - ein Monument für das Selbstverständnis der Stadt. Der Bildhauer Johann Hocheisen schuf 1611 den heutigen achteckigen Brunnen samt Figur aus rotem Sandstein. Er ist der älteste Springbrunnen Frankfurts. Seit der Krönung von Kaiser Matthias im Jahr 1612 sprudelt das Wasser aus den Brüsten von vier Quellnymphen an den Ecken des Sockels als Symbol für Fruchtbarkeit. Bei der Krönungsfeier floss hier Wein, und die Frankfurter umdrängten den Brunnen in ihrer Begeisterung so heftig, dass gleich eine erste Sanierung notwendig wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg und auch im 19. Jahrhundert mussten Brunnen und Figur instand gesetzt werden.

Über den kläglichen Zustand der Skulptur reimte 1863 der Lokaldichter Friedrich Stoltze: „Das ist die Frau Gerechtigkeit! Sieht aus wie Schlechtigkeit; Die Waag’ ist fort, daß Gott erbarm, Zum Teufel samt dem halben Arm.“

Justitia © PIA, Stadt Frankfurt am Main
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Die jetzige Justitia aus Bronze stiftete 1887 ein Frankfurter Weinhändler. Ihre Augen sind nicht verbunden, hoch hält sie Waage und Schwert empor. Man trifft sie in bester Verfassung.

Hier, am Gerechtigkeitsbrunnen, dem Mittelpunkt des Zentrums der Stadt, treffen und verabreden sich Frankfurter und Gäste aus aller Welt.

Adresse

Gerechtigkeitsbrunnen
Römerberg
60311 Frankfurt am Main