Logo FRANKFURT.de

Integrationspreisträger/innen 2002

Integrationspreisträger 2002
Dieses Bild vergrößern.

Die Stadt Frankfurt am Main hat
am 27. Mai 2003 zum ersten Mal den Integrationspreis verliehen. Dieser Preis würdigt das Engagement von Personen und Institutionen, die sich im alltäglichen Leben um die Integration und Gleichberechtigung ausländischer Bürgerinnen und Bürger verdient gemacht haben.

Die Jury einigte sich auf drei Preisträgerinnen und Preisträger, die sich den mit 15.000,- € dotierten Preis teilen:

  • Das Deutsch-Türkische Jugendwerke e.V. in Sossenheim
  • Die zweisprachige Kindertagesstätte der Italienischen Katholischen Gemeinde Frankfurt am Main
  • Die Kenianerin Virginia Wangare Greiner.



Die Auszeichnung wurde von Oberbürgermeisterin Petra Roth überreicht, die Laudatio hielt Prof. Dr. Stefan Gaitanides von der Fachhochschule Frankfurt am Main.

Informationen zu den Preisträgerinnen und Preisträgern:

Das Deutsch-Türkische Jugendwerk e.V. ist aus dem Jugendzentrum Kosmos in Sossenheim entstanden. Es organisiert seit 1996 deutsch-türkische Jugendaustausche. Der Leiter der Einrichtung, Herr Hüseyin Ayvaz, beschritt neue Wege, indem er z.B. einen Türkeiaufenthalt rechtsradikaler Jugendlicher aus Ostdeutschland mit türkischen Jugendlichen organisierte. Mit dem Preisgeld möchte Herr Ayvaz ein Projekt zwischen Aussiedlerjugendlichen aus Rußland und Türken finanzieren.

Frau Virginia Wangare Greiner ist die Vorsitzende des Vereins Maisha e.V.- African Women in Germany, der 1996 aus einer Selbsthilfegruppe afrikanischer Frauen entstanden ist. Zur Zeit nutzen ca. 500 afrikanische Frauen die Angebote, die Hilfestellung zur Alltagsbewältigung und Umgang mit Behörden, Computerkurse, Dolmetscherdienste und regelmäßige Treffen beinhalten. Mit dem Preisgeld möchte Frau Greiner einen festen Vereinsraum anmieten, denn die Frauen treffen sich bisher entweder privat oder in Gaststätten.

Die zweisprachige Kindertagesstätte der Italienischen Katholischen Gemeinde wurde 1970 gegründet. Die Leiterin, Marina Demaria, hat alle Phasen der italienischen Migrationsgeschichte erlebt: Vom "Pendeln" der Familie bis zur Entscheidung, Frankfurt am Main zum Lebensmittelpunkt zu machen. Zu Beginn besuchten italienische Kinder die Einrichtung, in den 80er Jahren öffnete sich der Kindergarten für deutsche Kinder und heute sind es Kinder aus unterschiedlichen Ländern.