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Schild 'Bauarbeiten' an einer Straße, © Foto: PIA/Stefan Maurer

17.05.2017
Baustellensituation: Verkehrsdezernat zieht eine erste Zwischenbilanz und kündigt Verbesserungen an

(kus) Das Frankfurter Verkehrsdezernat hat gemeinsam mit den beteiligten Ämtern eine erste Zwischenbilanz der aktuellen Baustellensituation gezogen. Dabei wurden auch eine Reihe von Beschwerden und Anregungen aus den Reihen der Bürger geprüft.

„Mit den drei Großbaustellen auf der Offenbacher, der Hanauer und der Eschersheimer Landstraße haben wird eine Konzentration von Baustellen, die für die Bürger und die Verkehrsteilnehmer mit Belastungen und Einschränkungen während der Bauzeit verbunden sind“, so Verkehrsdezernent Klaus Oesterling. „Wir sind aber bemüht, die Behinderungen möglichst zu minimieren. Dazu gehört auch eine Auswertung der gemachten Erfahrungen.“ Dies gelte insbesondere angesichts der Tatsache, dass die Baustellen noch bis weit ins nächste Jahr existieren würden.

Hinsichtlich der drei Großbaustellen zog der Verkehrsdezernent eine unterschiedliche Bilanz:

Bei der Großbaustelle auf der Offenbacher Landstraße habe es nur wenige Beschwerden gegeben. Der Schienenersatzverkehr sei überwiegend problemlos angelaufen. Auch über die Informationen durch die Stadt gebe es offensichtlich weitgehend Zufriedenheit. Kleinere Anregungen, wie das zusätzliche Aufstellen von Bänken an den Ersatzhaltestellen, würden geprüft und wenn möglich kurzfristig berücksichtigt. Da die Baustelle, ähnlich wie auf der Eschersheimer Landstraße, eine „wandernde“ Baustelle mit vielen unterschiedlichen Bauzuständen sei, werde man die Entwicklung weiter beobachten.

Bei der Eschersheimer Landstraße habe es Kritik sowohl an den Informationen der Stadt als auch an der Verkehrsführung gegeben. „Obwohl wir sowohl über die Presse als auch über Handzettel informiert haben, sind die Informationen offensichtlich nicht überall angekommen“, sagte dazu die Leiterin des Amtes für Straßenbau und Erschließung, Michaela Kraft. „Wir müssen offenbar Konsequenzen aus der Tatsache ziehen, dass die Zahl der Zeitungsleser in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist. Und die Handzettel entsorgen manche Bürger ungelesen als Werbemüll.“ Man werde deshalb künftig zusätzlich mit im Stadtteil aufgehängten Plakaten über die 13 bevorstehenden Bauphasen und die jeweiligen Umleitungen informieren, so Kraft. „Damit greifen wir auf ein traditionelles Informationsmittel zurück, an dem niemand vorbeigehen kann“. Auch dem Ortsbeirat würden die Maßnahmen noch einmal vorgetragen. Außerdem werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Anwohnerinformationsmanagements künftig einmal in der Woche im Baubüro Am Lindenbaum direkt ansprechbar sein.

Am Weißen Stein werde man deutlicher durch größere Schilder auf das LKW-Durchfahrverbot in südlicher Richtung hinweisen. Hier hatten immer wieder schwere LKW das Durchfahrverbot missachtet und waren dann auf der verhältnismäßig engen Umleitungsstrecke hängengeblieben.

Die Stadt werde weiter dafür Sorge tragen, dass in den Einfahrtsbereichen der Baustelle Weißer Stein und Hügelstraße zusätzliche Hinweisschilder angebracht werden, die darauf hinweisen, dass die Geschäfte weiterhin für Kunden erreichbar sind. Damit komme die Stadt einem Wunsch der Geschäftsleute nach. An der Umleitungsstrecke in südlicher Richtung selbst wird die Stadt keine Veränderung mehr vornehmen. Zum einen werde die jetzige Umleitungstrecke nur noch wenige Wochen im Betrieb sein, zum anderen seien auch mögliche Alternativstrecken gleichermaßen problembehaftet. Bei der Umleitungsstrecke in nördlicher Richtung habe es dagegen kaum Probleme gegeben.

Das Verkehrsdezernat weist weiter auf Anfragen aus der Bürgerschaft darauf hin, dass während der sanierungsbedingten U-Bahn-Sperrung in den Sommerferien die Eschersheimer Landstraße nicht gesperrt sei. Der Schienenersatzverkehr mit Gelenkbussen werde deshalb in dieser Zeit ausschließlich über die Eschersheimer Landstraße abgewickelt und nicht über die engen Seitenstraßen.

Bei der Hanauer Landstraße östlich des Ratswegkreises sei es seit Einrichtung der Baustelle zu sehr problematischen Situationen gekommen, so der Verkehrsdezernent. Im morgendlichen Berufsverkehr reiche der Rückstau teilweise bis hinter die Mainkur. Im Zusammenhang mit weiteren Baustellen komme es danach zu einer Verlagerung des Verkehrs in die Wächtersbacher Straße bzw. die Borsigallee, was den bereits bestehenden traditionellen Dauerstau am Riederwald weiter verschlimmert habe. Dies führe dann weiter dazu, dass ein Teil der Autofahrer auf die Route über die Nordumfahrung Bergen und die Friedberger Landstraße ausweiche, was dann dort zu Problemen führe. Witterungsbedingt komm es darüber hinaus zu einer Verschlimmerung bei regnerischem Wetter.

Als Konsequenz aus den bisherigen Erfahrungen mit der Baustelle werde das Straßenverkehrsamt Ampelschaltungen im Zuge der empfohlenen Umfahrungsstrecke an den Knotenpunkten Adam-Opel-Straße/Ernst-Heinkel-Straße und Dieselstraße/Felix-Wankel-Straße anpassen. Damit sei die Hoffnung verbunden, den Verkehrsfluss zu optimieren und die Situation zu verbessern.

Trotzdem sei bis in den Juni mit einer sehr problematischen Situation im Frankfurter Osten zu rechnen. Dann werde zwar der Umbau der Haltestellen in die Sanierung der „Neckermann-Brücke“ über die Hafenbahn im Zuge der Hanauer Landstraße übergehen, eine Baumaßnahme, die bis Ende 2018 andauern werde. Es sei jedoch sichergestellt, dass dann auf der Hanauer Landstraße während der gesamten Baumaßnahme stadteinwärts wieder zwei Fahrspuren zur Verfügung stünden. Deshalb sei zu hoffen, dass Mitte Juni das Schlimmste überstanden sei.

Oesterling bat die Verkehrsteilnehmer und die Wirtschaft um Verständnis für die Beeinträchtigungen. Zentrales Ziel sei, die unaufschiebbaren Baumaßnahmen auf der Hanauer Landstraße abzuschließen, bevor mit der Hauptbauphase des Riederwaldtunnels begonnen werde. Während dem Bau des Riederwaldtunnels werde es durch die Baustelle zu Verkehrseinschränkungen in den Bereichen Erlenbruch und Borsigallee kommen sowie zu Behinderungen durch den Baustellenverkehr. „Es wäre deshalb unverantwortlich gewesen, etwa die unaufschiebbare Sanierung der Neckermann-Brücke, bei der es schon jetzt Einschränkungen der Tragfähigkeit und der Geschwindigkeit gibt, zeitgleich mit dem Bau des Riederwaldtunnels ins Werk zu setzen. Dann wäre gar nichts mehr gegangen“. Eine wirkliche Entspannung der Verkehrssituation im Frankfurter Osten werde es allerdings erst mit der Inbetriebnahme des Riederwaldtunnels geben. Die Kapazität des gesamten Straßennetzes im Frankfurter Osten sei derzeit unzureichend.