Dieses Fenster wird nach dem Druckauftrag automatisch geschlossen.
Skyline, Messe © Stadt Frankfurt am Main

Hauptamt und Stadtmarketing | Römerberg 32 | 60311 Frankfurt am Main | presse.info@stadt-frankfurt.de | Login

Service Presse.info

Illustration GrünGürtel-Tier mit Krone und Schrift 25 Jahre © Philip Waechter

14.11.2016
'Vision und Verpflichtung. Frankfurts GrünGürtel'

Ausstellung und Begleitprogramm im Institut für Stadtgeschichte

(kus) „Hier wird der lange Entwicklungsprozess des Frankfurter GrünGürtels umfassend und anschaulich dargestellt“, unterstrich Kulturdezernentin Ina Hartwig bei Vorstellung der stadthistorischen Ausstellung „Vision und Verpflichtung. Frankfurts GrünGürtel“.

Sie ist vom 15. November 2016 bis 27. August 2017 im Institut für Stadtgeschichte zu sehen. „Es freut mich besonders, dass wir wieder eine fruchtbare innerstädtische Kooperation realisieren können und das Umweltamt sowie das Grünflächenamt als Impulsgeber für dieses Projekt an uns herangetreten sind“, hob Evelyn Brockhoff, Leitende Direktorin des Instituts für Stadtgeschichte, hervor.

Blick vom Stadtrand bei Berkersheim auf den GrünGürtel sowie den Fernsehturm, © Foto: Ingrid Wentzell

Vor einem Vierteljahrhundert wagte Frankfurt am Main einen ganz großen Wurf: Die Stadt schützte ein Drittel ihres Territoriums als GrünGürtel Frankfurt vor Bebauung. Die Landschaften rings um die Kernstadt sollen seitdem als zusammenhängender Freiraum für Mensch und Natur weiterentwickelt werden. Die Grundidee für den GrünGürtel Frankfurt lässt sich ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen, als aus der ehemaligen Stadtbefestigung die bis heute bestehenden und geschützten Wallanlagen entstanden. Auch der heutige Alleenring wurde um 1900 als zweiter Grünring ausgebaut, gefolgt von Planungen in den 1920er Jahren für einen dritten Grüngürtel entlang der Nidda. Ende der 1950er Jahre gab es konkrete Überlegungen zum Schutz eines zusammenhängenden Grünsystems rund um die Stadt.

Stadträtin Rosemarie Heilig, © Sandra Mann

„Die zentrale Bedeutung des GrünGürtels für Stadtklima, Artenvielfalt und urbane Lebensqualität, wird in der Ausstellung und im Begleitbuch klar herausgearbeitet“, unterstrich Umweltdezernentin Rosemarie Heilig. Thomas Hartmanshenn, Leiter der Projektgruppe GrünGürtel im Umweltamt, machte deutlich, „dass es den Machern des GrünGürtels – unterstützt von vielen Ehrenamtlichen – in den vergangenen 25 Jahren gelungen ist, den GrünGürtel fest in den Köpfen der Frankfurter zu verankern und ihn damit für die Zukunft zu sichern“.

Die Ausstellung erinnert an die Ursprünge dieses stadtbildprägenden Projekts, das die Stadtverordneten am 14. November 1991 – also vor genau 25 Jahren – einstimmig beschlossen. Wie hat sich der GrünGürtel als Erholungs- und Freiraum entwickelt? Was lässt sich für die weitere Stadtentwicklung von der Entstehungsgeschichte des GrünGürtels lernen? Alle diese Fragen finden ihre Antworten in der Ausstellung, die die GrünGürtel-Planung in den historischen Kontext stellt und die Bandbreite seiner Wirkung vom Erholungs- und Freizeitraum, über Natur- und Klimaschutz bis zum Wirtschaftsfaktor dokumentiert.

Wandern im GrünGürtel mit Blick auf die Skyline, © Foto: Stefan Cop

„Die Recherchen überraschten damit, dass wichtige Impulse für einen dritten Grüngürtel aus der Stadtverwaltung kamen, die sich über Jahrzehnte dafür eingesetzt hat – jedoch lange ohne durchschlagende Resonanz bei den politisch Verantwortlichen“, so die Kuratorin Jutta Zwilling. Die Frankfurter Historikerin hat nicht nur unbekannte Schätze aus den Beständen des Instituts für Stadtgeschichte sowie bei privaten Leihgebern zusammengetragen, sondern lässt auch Zeit-zeugen zu Wort kommen. Mit mehr als hundert Abbildungen, Filmdokumenten, Grafiken und Exponaten zeichnet sie ein lebendiges Bild des GrünGürtels und seiner Geschichte, das die Frankfurter Grafikerin Claudia Leffringhausen überzeugend in Szene setzte. Die Schau ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und am Wochenende von 11 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Logo GrünGürtel Frankfurt, © Stadt Frankfurt am Main

Die Ausstellung wird am 14. November, dem tatsächlichen Geburtstag des GrünGürtels, um 18 Uhr von den Rednern gemeinsam mit geladenen Gästen mit einem Festakt eröffnet. Dabei fällt der musikalische Rahmen aus dem Rahmen. Denn in einer speziell für diesen Anlass und für diesen Raum angefertigten Komposition fängt der österreichische Künstler Sam Auinger die Klänge der Stadt und des GrünGürtels ein. „Jede Stadt, jeder Ort erzählt eine auditive Geschichte, so wie jeder Raum spricht und ein Klangereignis färbt. Jahreszeit, Topo-grafie, Architektur, Geschichte, ökonomische und soziale Struktur und Dynamik, all das lässt sich hören“, meint Auinger.

Ein umfangreiches Begleitprogramm vertieft Einzelaspekte der Ausstellung. Zwei programmatische Höhepunkte sind das Gespräch „Wie wild darf es sein?“ am 21. Februar 2017, 18 Uhr, zwischen Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und Christian Setzepfand sowie die von Evelyn Brockhoff, Leitende Direktorin des Instituts für Stadtgeschichte, moderierte Podiumsdiskussion „Der GrünGürtel und seine Bedeutung für die Stadtentwicklung Frankfurts“ am 25. April 2017, 18.30 Uhr, mit Peter Dommermuth, Leiter des Umweltamtes, Stephan Heldmann, Leiter des Grünflächenamtes, und Martin Hunscher, Leiter des Stadtplanungsamtes. Die Teilnahme ist jeweils kostenfrei.

Weitere ausführliche Informationen zur Ausstellung, dem Rahmenprogramm und den Führungen gibt es in dem beigefügten PDF-Download.