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31.01.2020

Gewinner des 1. Sanierungswettbewerbs erhält 25.000 Euro

Das Energiereferat fördert eine Wohneigentümergemeinschaft aus Niederursel

Das Energiereferat fördert das Sanierungsprojekt einer Wohneigentümergemeinschaft (WEG) aus Niederursel mit 25.000 Euro. Die WEG aus der Erbsengasse hatte 2019 an dem 1. Sanierungswettbewerb der Stadt Frankfurt teilgenommen und plant eine Komplettsanierung der Heizungsanlag sowie einen Energieträgerwechsel Dabei erfolgt die Umstellung von Heizöl auf Erdgas. Damit sind erste Schritte in die Wege geleitet, um auch später erneuerbare Energien in das Heizsystem zu integrieren Mit diesem Wechsel wird die WEG künftig 11 Prozent weniger Energie verbrauchen und damit 27 Prozent CO2 einsparen. Für die geplanten Sanierungsmaßnahmen liegt ein Eigentümerbeschluss und ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) des Energieberaters Herrn Oliver Zapf vor, in dem die ersten Schritte für die Sanierung beschrieben sind. Erste Schritte wie Ausschreibungen wurden bereits in die Wege geleitet. So hat das Energiereferat innerhalb des Projektes SanierungsWEGweiser bereits eine WEG-Energieanalyse des Gebäudes der WEG erstellt und dabei einen Heizungstausch, eine Flachdachsanierung und die Behebung von Wärmebrücken empfohlen. „Den Energieverbrauch im Gebäudebestand zu senken, ist einer der wichtigsten Bausteine, um die Klimaschutzziele zu erreichen“, sagt Wiebke Fiebig, Leiterin des Energiereferats der Stadt Frankfurt „In Frankfurt am Main gibt es 14.000 Gebäude von Wohneigentümergemeinschaften mit ca. 100.000 Wohneinheiten*. Zirka 70 Prozent davon müssten dringend energetisch saniert werden“. Sie überreichte Ralf Volkmar von der Hausverwaltung Linhard Verwaltung GmbH der Wohneigentümergemeinschaft und Hannah de Graauw-Rusch, Mitglied des Verwaltungsbeirats, einen symbolischen Scheck über die Fördersumme. Das Energiereferat wird die Sanierungsmaßnahmen eng begleiten und plant außerdem, den Sanierungswettbewerb in 2020 erneut durchzuführen.

Ehrgeizige Klimaschutzziele der Stadt bis 2050

Die Klimaschutzziele für Frankfurt am Main sind ehrgeizig: Im Rahmen des „Masterplan 100 % Klimaschutz“ haben die Stadtverordneten der Stadt Frankfurt am Main entschieden, dass sich Frankfurt am Main bis zum Jahre 2050 vollständig (100 Prozent) mit erneuerbaren Energien versorgen möchte. Gleichzeitig sollen die CO2-Emissionen um 95 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 reduziert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, muss Frankfurt am Main 50 Prozent der aktuell benötigten Energie einsparen. Die verbleibenden 50 Prozent Energiebedarf werden zur Hälfte von der Stadt selbst und zur Hälfte aus der Region gedeckt.

*Quelle: Zensus 2011