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31.01.2020

Ideenwettbewerb: Drei neue Klimaschutzideen für Frankfurt

Das Energiereferat fördert drei Gewinner des „Ideenwettbewerbs Klimaschutz“ mit 39.000 Euro

Das Energiereferat ist beim „Ideenwettbewerb Klimaschutz 2019“ erneut fündig geworden: Drei Unternehmen und ihre Geschäftsideen für den Klimaschutz wurden von einer Expertenjury ausgewählt und erhalten jeweils eine Förderung zwischen 7.000 und 22.000 Euro:

• Eine Anwendung auf Basis künstlicher Intelligenz, die den Energieverbrauch an die Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien anpasst (Energieflexibilität)
• Eine anspruchsvolle Kombilösung aus Mieterstrom-Solaranlage und Dachbegrünung, um die Flächenkonkurrenz auf Dächern zu lösen
• Eine Swobbee Akku-Wechselstation für elektrische Leichtfahrzeuge

Das Energiereferat hat den „Ideenwettbewerb Klimaschutz“ bereits zum vierten Mal durchgeführt. Dabei werden spannende Geschäftsideen und technische Neuheiten von Unternehmen und Start-ups gefördert. Alle eingereichten Ideen müssen nachweislich dazu beitragen, CO2-Emissionen in Frankfurt am Main einzusparen und somit Frankfurt dabei unterstützen, die Klimaschutzziele zu erreichen. Die vierköpfige Jury des Wettbewerbs verfügt über Expertise in den Schwerpunktthemen Energieversorgung, Gebäudesysteme und Mobilität. Sie hat die eingereichten Ideen nach den Kriterien Innovationscharakter, CO2-Einsparungen, Wirtschaftlichkeit, Umsetzbarkeit des Projektes bis zum 30.11.2020, Übertragbarkeit und Multiplikator-Wirkung sowie Verstetigung bewertet.

Die drei Gewinner haben nun bis Ende November 2020 Zeit, ihre Projekte mit Hilfe der Fördergelder zu realisieren. „Für die Pilotphase ihres Energieflexibilitäts-Projektes konnte die etalytics GmbH i.G. das Rechenzentrum Equinix als Partner gewinnen“, berichtet Wiebke Fiebig, Leiterin des Energiereferats der Stadt Frankfurt am Main und Jurymitglied. „Ich freue mich besonders, dass hier ein großes Rechenzentrum und ein kleines Start-up gemeinsam an einem zukunftsweisenden Projekt arbeiten, das den Klimaschutz in Frankfurt weiterbringen wird.“

Ehrgeizige Klimaschutzziele der Stadt bis 2050

Die Klimaschutzziele für Frankfurt am Main sind ehrgeizig: Im Rahmen des „Masterplan 100 % Klimaschutz“ haben die Stadtverordneten der Stadt Frankfurt am Main entschieden, dass sich Frankfurt am Main bis zum Jahre 2050 vollständig (100 Prozent) mit erneuerbaren Energien versorgen möchte. Gleichzeitig sollen die CO2-Emissionen um 95 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 reduziert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, muss Frankfurt am Main 50 Prozent der aktuell benötigten Energie einsparen. Die verbleibenden 50 Prozent Energiebedarf werden zur Hälfte von der Stadt selbst und zur Hälfte aus der Region gedeckt.

Die Gewinner im Überblick (nach Alphabet):

etalytics GmbH i.G.

Themenfeld: Energieversorgung/Gebäudesysteme
Idee: EnerFlexFra - Energieflexibilität für Frankfurt
Intelligenter Energieeinsatz in Frankfurter Rechenzentren - bei Wind und Flaute: Im Projekt EnerFlexFra werden Lösungen entwickelt, wie Rechenzentren künftig ihren erheblichen Energiebedarf für die Kühlung von Servern effizient und energieflexibel anpassen können. Als Anwendungspartner für dieses innovative Projekt steht der Rechenzentrumsbetreiber Equinix (Germany) GmbH bereit.
Preisgeld: 22.000 EUR

Prosumergy GmbH

Themenfeld: Energieversorgung/Gebäudesysteme
Idee: "BeTrift" Frankfurt: Prosumer gestalten ihr Klimaquartier
Bauherren, die auf ihrem Dach sowohl Klimaschutz als auch Klimaanpassung umsetzen, benötigen intelligente Lösungen, um die Flächenkonkurrenz zu bewältigen. Prosumergy GmbH betreut die Umsetzung einer anspruchsvollen Kombilösung aus Mieterstrom-Solaranlage (Klimaschutzmaßnahme) und Dachbegrünung (Klimaanpassungs-maßnahme). Mehrkosten bei der Planung sowie Beteiligung zukünftiger Bewohner an der Planung sollen durch die Förderung des Energiereferates mitgetragen werden. Preisgeld: 10.000 EUR

Velotaxi Frankfurt

Themenfeld: Energieversorgung/Mobilität
Idee: 1. Frankfurter Swobbee-Akkuwechselstation
Für den Ausbau von Elektromobilität ist eine praktikable, kompatible und zeitsparende Ladeinfrastruktur nötig. Einen wertvollen Ansatz hierfür bietet die Akku-Wechselstation Swobbee, für die Velotaxi Frankfurt sich als Botschafter vor Ort engagiert und seine Fahrzeugflotte umrüstet.
Preisgeld: 7.000 EUR