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23.10.2018

Klimaschutzkonzept für Nachhaltiges Gewerbegebiet

Erste Maßnahmen bei der 6. Unternehmer-Werkstatt vorgestellt

Aktuell erarbeitet die Stadt Frankfurt am Main ein umfangreiches Klimaschutzkonzept für das Nachhaltige Gewerbegebiet in Fechenheim-Nord / Seckbach. Hierzu wurden erstmals Bestandsdaten des Industriegebiets erhoben. Ein besonderer Fokus lag hierbei auf dem Energieverbrauch des Standorts. Dazu zählen die Verbräuche von Strom, Gas und Kraftstoff sowie der Wasserverbrauch und das Abwasseraufkommen. Dabei wurde klar, dass das Gebiet eine große Menge an Energie einsetzt und demnach hohe CO2-Emissionen verursacht. „An diesen Stellen müssen wir ansetzen, um das Gewerbegebiet künftig nachhaltiger aufzustellen“, erläutert Max Weber, Klimaschutzmanager des Nachhaltigen Gewerbegebiets und Mitarbeiter des Energiereferats der Stadt Frankfurt am Main. Auf der anderen Seite hat sich im Rahmen der Bestandsanalyse gezeigt, dass die ansässigen Unternehmen bereits eine große Anzahl an Klimaschutzaktivitäten (PV-Anlagen, Blockheizkraftwerke, E-Ladestationen etc.) betreiben.

Unternehmen aus dem Gewerbegebiet bei der Konzeptentwicklung eingebunden

Bei der 6. Unternehmer-Werkstatt, einem regelmäßigen Angebot des Standortbüros des Nachhaltigen Gewerbegebiets, stellte Max Weber daher die ersten, konkreten Maßnahmenideen des neuen Klimaschutzkonzeptes zur Verminderung der CO2-Emissionen Vertretern von 30 Unternehmen vor. Dazu zählen beispielsweise Angebote verschiedener Stromversorger für den gemeinsamen Einkauf von sogenanntem „Grünen Strom“. Mit dieser Maßnahme können die im Gewerbegebiet ansässigen Unternehmen ggf. ihre Stromkosten reduzieren und darüber hinaus die mit der Stromproduktion verbundenen CO2-Emissionen.

Eine weitere Maßnahme besteht darin, Betriebswasser so zu nutzen, dass Trinkwasser eingespart werden kann. Dies führt zu einem niedrigeren Trinkwasserverbrauch, so dass die Unternehmen auch an dieser Stelle Kosten einsparen und die Umwelt schonen können.
Im nächsten Schritt sollen sogenannte „Hot Spots“ auf dem Areal des Gewerbegebietes identifiziert werden, an denen ein hohes Potenzial zum Energiesparen vorhanden ist. „Es macht Sinn, an diesen Stellen mit der Umsetzung erster Maßnahmen zu beginnen, da hier eine große Hebelwirkung für den Klimaschutz entsteht“, erläutert der Klimaschutzmanager. Parallel gilt es für die Verbesserung der Mobilität ebenfalls „Hot Spots“ zu definieren. Hierzu wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Unternehmer-Werkstatt befragt, es wurden Ideen diskutiert und mögliche Orte im Gewerbegebiet festgelegt.

Im nächsten Schritt fließen die Ergebnisse der Unternehmer-Werkstatt in die weitere Konzeptbearbeitung ein. „Es ist wichtig, mit den Menschen hier vor Ort ins Gespräch zu kommen und das Klimaschutzkonzept nicht im „luftleeren Raum“ zu erarbeiten, erklärt Max Weber.