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Dottenfeldgraben/Laufgraben

Lage

Der Dottenfeldgraben, auch Laufgraben genannt, entsteht aus einem System vieler Entwässerungsgräben im Sossenheimer Unterfeld. Der Graben mündet in Frankfurt-Sossenheim bei km 2,7 in die Nidda.

Charakter und Entwicklung

Das Gewässer hat eine Gesamtlänge von ca. 1,6 km. Sein geradliniger Verlauf und seine nahezu rechten Winkel deuten die Funktion des Grabensystems an. Die Gräben wurden ehemals zur Entwässerung der landwirtschaftlich genutzten Flächen im Sossenheimer Unterfeld künstlich angelegt. Die Hauptgräben nahmen die Wässer aus den feuchten Acker- und Wiesenflächen auf und führen auch heute noch ganzjährig Wasser. Es ist geplant, das Gewässer naturnah zu gestalten und im Mündungsbereich eine Flutmulde anzulegen.

Erholung und Natur

Im direkten Umfeld des von Ost nach West verlaufenden Gewässers liegen hauptsächlich Kleingärten und Streuobstwiesen. Der Sosseneimer Obstpfad führt auf etwa fünfeinhalb Kilometern zwischen Ortsrand und Nidda durch das Sossenheimer Unterfeld und erläutert Wissenwertes zum traditionellen Obstanbau. So wurde hier bereits 1893 ein Obst- und Gartenbauverein gegründet. Heute befindet sich im Sosseneheimer Unterfeld das größte Vorkommen des Speierlings innerhalb des Stadtgebietes von Frankfurt am Main. Wegen seines Gerbsäureanteils wird der Saft der Früchte dem Apfelwein zugesetzt, wodurch ein herberer Geschmack und eine bessere Haltbarkeit des "Frankfurter Stöffche" erzielt werden. Die Früchte der zum Teil sehr alten Speierlingbäume werden von den Sossenheimer Gaststätten, die eigenen Apfelwein keltern, geerntet und verarbeitet.