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Enkheimer Mühlbach

Lage

Die gefasste Quelle des Enkheimer Mühlbachs befindet sich unterhalb des Heinrich-Bingemer-Wegs in Bergen-Enkheim (138 m ü NN) im Naturschutzgebiet Mühlbachtal. Das Gewässer mündet in Bergen-Enkheim bei ca. 115 m ü NN in die Kanalisation.

Charakter und Entwicklung

Die Gesamtlänge des Enkheimer Mühlbachs beträgt rund 180 m. Damit gehört er zu den kürzesten Bachläufen im Stadtgebiet, weist aber auf seiner kurzen Strecke ein beachtliches Gefälle auf.

Der einstige Mühlbach existiert heute nur noch als Graben, in dem nur zeitweilig Wasser fließt. Er wurde früher von den weiteren Quellzuflüssen Schelmenborn, Jakobsbrunnen, Hessenborn und Rohrborn gespeist. Seit 1850 wurde zusätzlich der Pfingstborn zugeleitet. Zum Antrieb der Enkheimer Mühle wurden die Quellen über Holzrohre in den Mühlgraben abgeleitet und in einem kleinen Mühlenteich gestaut, um die Versorgung der Mühle auch in den Sommermonaten sicherzustellen.

Mittlerweile wird der Enkheimer Mühlbach in Betonhalbschalen geführt. Es ist geplant, den Mühlbach wieder naturnah umzubauen.

Erholung und Natur

Der Enkheimer Mühlbach ist Bestandteil des 3,3 ha großen Naturschutzgebietes Mühlbachtal in Bergen-Enkheim. In dem tief eingeschnittenen Bachtal findet man Halbtrockenrasen, Streuobst- und Feuchtwiesen sowie inzwischen verwilderte Gärten. Der Riesen-Schachtelhalm, eine schützenswerte Pflanzenart, droht von seinem einzigen Standort in Frankfurt am Main verdrängt zu werden.

Die Enkheimer Mühle ist ein ca. 275 Jahre altes Fachwerkhaus und steht unter Denkmalschutz. An der Rückseite des Gebäudes ist noch erkennbar, wo sich das wassergetriebene Mühlrad drehte. Die ehemalige Mühlenbesitzerin war im Jahr 1961 Mitbegründerin der "Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Frankfurt am Main e. V.". 1992 wurde in der Mühle der Grundstein des Gemeindenahen Wohnens in Trägerschaft der "Lebenshilfe" gelegt. Seit über 20 Jahren feiert die "Lebenshilfe" auf dem Mühlengelände ihr Gartenfest. Gäste sind herzlich willkommen.

Der Enkheimer Mühlbach ist auch eine Station des Quellenwanderweges im Frankfurter GrünGürtel.