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Fragen und Antworten zum Behälteridentifikationssystem

1. Was genau bedeutet Behälteridentifikation?
Alle Abfalltonnen (Restmüll, Biomüll, Altpapier und die gelbe Tonne) werden mit einem Transponder-Chip ausgestattet. Der Chip wird unter dem Deckelrand befestigt. Auf ihm ist lediglich eine Nummer gespeichert, die nur über die elektronischen Systeme der FES bzw. der Stadt mit einer bestimmten Adresse verknüpft werden kann.
Zudem bekommt jede Tonne einen Aufkleber, von dem die Nutzerinnen und Nutzer sowie die Lademannschaften

  • die Abfallart,
  • die Behälternummer,
  • die Gefäßgröße,
  • den Leerungsrhythmus sowie
  • das dazugehörige Grundstück mit Straße und Hausnummer


ablesen können. So kann sichergestellt werden, dass die Tonnen verschiedener Liegenschaften bei der Leerung nicht vertauscht werden.

2. Wieso werden die Behälter mit Chip ausgerüstet? Was ist der Vorteil?
Wenn die ca. 315.000 Abfalltonnen im Stadtgebiet besser verwaltet werden, kann auch die Dienstleistung der Entsorgung besser werden. Genaue Daten erlauben eine bessere Tourenplanung. Nicht erfolgte Leerungen werden automatisch registriert. Die Meldungen über Störungen können in elektronischen Systemen schneller aufgenommen und weiterverarbeitet werden. Bei Defekten oder Fahrzeugausfällen kann die FES schneller reagieren. Außerdem sollen in Zukunft nur noch gechippte Behälter geleert werden, da nur bei diesen fest steht, dass für sie Abfallgebühren bezahlt werden. Dies dient der Gebührengerechtigkeit. Und bei Beschwerden gibt es im Callcenter eine klare, präzise Auskunft – bis hin zur exakten Uhrzeit einer Leerung.

3. Wer hat entschieden, ein Behälteridentifikationssystem in Bergen-Enkheim zu testen bzw. später in ganz Frankfurt einzuführen?
Die Entscheidung hat das Umweltamt der Stadt Frankfurt getroffen. Als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger (örE) beauftragt das Umweltamt die FES mit der Leerung der kommunalen Mülltonnen. Die Planung und Durchführung machen Umweltamt und FES gemeinsam. Unterstützt werden sie dabei vom privaten INFA-Institut, das auch schon die Einführung von Ident-Systemen in anderen Städten erfolgreich begleitet hat.

4. Ein Test dieser Art verursacht Kosten. Steigen die Müllgebühren?
Die Kosten für die Einführung der Behälteridentifikation wurden bereits bei der aktuell geltenden Abfallgebühr berücksichtigt. Trotz dieser Kosten konnte die Gebühr zuletzt sogar leicht gesenkt werden.

5. Wie genau läuft dieser Pilotversuch ab? Wo kann ich mich über die Ergebnisse informieren?
Wichtig ist vor allem, dass sich für die Bürgerinnen und Bürger nichts ändert:

  • Die Müllgebühren steigen nicht.
  • Ihren Müll trennen Sie bitte weiterhin.
  • FES ändert keinen Tourenrhythmus.


Von Oktober bis November 2019 werden ca. 12.500 Gefäße in Bergen-Enkheim mit einem Chip und einem Aufkleber ausgestattet. Das werden Mitarbeiter der von der FES beauftragten Firma tun. Parallel werden die FES-Abfallsammelfahrzeuge mit den entsprechenden Lesegeräten und Bordcomputern ausgestattet. Anfang Dezember wird über den Start des Projekts öffentlich informiert. Zum Abschluss – voraussichtlich Februar/März 2020 – werden dann Ergebnisse präsentiert.

6. Ich habe ein Anschreiben über die Verchippung der Mülltonnen bekommen, bin aber nicht mehr Liegenschaftseigentümer/in. Muss ich etwas tun?
Wenn Sie den Eigentümerwechsel bereits dem städtischen Kassen- und Steueramt (KSA) gemeldet haben, müssen Sie nichts mehr veranlassen. Andernfalls teilen Sie dies bitte schriftlich dem KSA-21.32-,Stephanstraße 15, 60313 Frankfurt am Main oder per Email an grundabgaben.amt21@stadt-frankfurt.de unter Angabe des Kassenzeichens Ihres Gebührenbescheides mit.

7. Wo findet der Versuch statt?
Zunächst ausschließlich im Stadtteil Bergen-Enkheim. Das hat vor allem praktische Gründe. Es war für die Auswertung wichtig, einen Stadtteil mit klar umrissenen Grenzen zu wählen. Im Jahr 2020 ist dann die Ausweitung auf alle Abfalltonnen in Frankfurt geplant.


8. Wann passiert was?

  • Oktober-November: Ausstattung der Abfalltonnen in Bergen-Enkheim.
  • Dezember 2019 - Februar 2020: Pilotversuch.
  • Bis Ende 2020: Ausstattung aller Tonnen im Stadtgebiet mit Transpondern und der FES-Sammelfahrzeuge mit Lesegeräten.



9. Meine Tonne ist außerhalb der Leerungszeiten nicht zugänglich. Was soll ich tun?
Auch wenn Ihre Mülltonnen nicht zugänglich sind (z.B. in der Garage, einem Schuppen oder einem verschlossenen Müllraum stehen) müssen Sie nichts weiter unternehmen. Alle Tonnen, die im ersten Durchgang nicht gefunden wurden, werden später durch die FES an den Leerungstagen verchippt. Da das Anbringen der Transponder unterschiedlich lange dauert, können wir leider nicht genau angeben, wann Ihre Liegenschaft an der Reihe ist.

10. Bei mir wurden nur einige Tonnen verchippt, andere aber nicht. Warum?
Tonnen, bei denen wir eine Abweichung zwischen unserem Datenbestand und der Situation vor Ort festgestellt haben, erhalten zunächst keinen Transponder. Diese Abweichungen können sich auf die Größe und die Anzahl der Tonnen beziehen. Die FES wird sich mit den betroffenen Eigentümerinnen und Eigentümern in Verbindung setzen und abstimmen, wie weiter verfahren werden soll.

11. Werden Behälter auch gewogen und wird bei der Gebühr künftig nach Gewicht abgerechnet?
Nein, die Verchippung wird nur genutzt, um alle Abfallbehälter eindeutig zu identifizieren. Die Abfallgebühr wird weiterhin ausschließlich nach der Größe der Restmüllbehälter und der Häufigkeit der Leerung bemessen.

12. Muss ich meine Tonnen ausrüsten lassen? Kann ich widersprechen?
Ein Widerspruch ist leider nicht möglich. Wir weisen hier nochmals darauf hin, dass keinerlei neue personengebundene Daten erhoben werden. Die Daten innerhalb der elektronischen Systeme sind sicher. Daran ändert sich durch die Verchippung/Beklebung der Abfalltonnen nichts. Bitte beachten Sie, dass nicht verchippte Behälter in Zukunft nicht mehr geleert werden, da davon ausgegangen werden muss, dass hierfür keine Abfallgebühren gezahlt werden.

13. Mein Abfallgefäß wurde trotz Chip nicht geleert!
Bitte setzen Sie sich mit der Hotline der FES in Verbindung.

Telefon: 0800 2008007-0