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Die Müllabfuhr wird digital

Umweltamt und FES starten Pilotversuch in Bergen-Enkheim

Die Stadt Frankfurt am Main hat sich entschieden, zusammen mit der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) einen Pilotversuch zur elektronischen Registrierung der Mülltonnenleerungen durchzuführen. Als Testgebiet wurde der Stadtteil Bergen-Enkheim ausgewählt. Im Oktober und November 2019 werden sämtliche Tonnen (Restmüll, Biomüll, Altpapier, Verpackungsmüll) im Testgebiet mit Transpondern und Aufklebern ausgestattet.

Die Transponder sind etwa so groß wie ein Zwei-Euro-Stück und werden unter dem oberen Tonnenrand angebracht. Sie senden bei der Leerung eine Seriennummer, die im EDV-System eindeutig mit der Mülltonne verknüpft ist.
Der Aufkleber auf der Tonne enthält einen Strichcode für die Behälternummer. Er macht die Verknüpfung von Chip und EDV-System erst möglich. Nach dem Anbringen von Chip und Aufkleber werden beide gescannt und im System miteinander verbunden. Anschließend sind die Leerungsdaten einer Tonne im System eindeutig der Liegenschaft zuzuordnen.

Zusätzlich befinden sich auf dem Aufkleber Informationen zur Mülltonne (Größe, Abfallart, Leerungshäufigkeit) und der Name der Liegenschaft. So findet die Mülltonne immer den Weg zu ihrem Standplatz zurück. Personenbezogene Daten befinden sich weder auf dem Aufkleber, noch auf dem Chip.

Auch künftig werden die Tonnen bei der Leerung nicht gewogen. Es findet auch keine technische Überprüfung des Abfalls statt. Lediglich der Zeitpunkt der Leerung der Tonne wird in Echtzeit im System gespeichert. Das hat den Vorteil, dass Störungen der Leerung schneller registriert und behoben werden können. Defekte oder verschwundene Behälter können schneller ersetzt werden.
In Beschwerdeangelegenheiten verfügt das Callcenter unmittelbar über konkrete Informationen zur Leerung und kann ausführlich Auskunft geben.

Letztlich kommt es auch den Gebührenzahlern zugute. Weil nur Tonnen mit Chip geleert werden, können sogenannte "Schwarztonnen", also nicht registrierte Tonnen, ausfindig gemacht und nachträglich mit Gebühren belegt werden. Das dient der Gebührengerechtigkeit.

Ab dem 2. Dezember 2019 beginnt der Testbetrieb in Bergen-Enkheim. Sofern dieser Test positiv verläuft, werden im Laufe des Jahres 2020 alle restlichen Mülltonnen in Frankfurt am Main mit Transpondern und Aufklebern versehen.

Über die Ergebnisse des Tests und die nächsten Schritte werden wir die Öffentlichkeit informieren.