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Satzungen leicht verständlich

Umweltamt ließ Satzungen in einfache Sprache übersetzen

Verstehen Sie diesen Satz: "Wird ein geschützter Grünbestand entgegen den Verboten des §2 und ohne dass die Voraussetzungen für eine Genehmigung nach §3 vorliegen, beseitigt oder beschädigt, so ist der Verursacher zu einer Ersatzpflanzung nach Maßgabe des §4 Abs. 1 verpflichtet."? Wer hier Probleme hat, muss sich nicht schämen. Sätze wie dieser aus der städtischen Baumschutzsatzung sind wegen der notwendigen Rechtssicherheit oftmals etwas sperrig formuliert.

Weil aber nicht nur Gebäude, sondern auch städtische Verlautbarungen "barrierefrei" sein sollen, hat das Umweltamt zwei Satzungen in so genannte Einfache Sprache übersetzen lassen, den Drohnen-Flyer in Leichte und Einfache Sprache. Hintergrund: Die Stadt Frankfurt steht hinter der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Dazu gehört auch, Menschen mit Leseschwierigkeiten mehr Teilhabe an Gesellschaft und Politik zu ermöglichen. Unterschieden wird in zwei Sprach-Niveaus, wobei die Einfache Sprache (B1) gegenüber der Leichten Sprache (A2) etwas komplexer ist.

"Wir wollten Texte haben, die alles Wichtige erklären. Für alle Bürgerinnen und Bürger leicht verständlich. Auch ohne fremde Hilfe. Das ist uns hier gelungen", sagt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig.

Stadträtin Birkenfeld, die die Fördermittel bewilligte: "Es ist mir ein großes Anliegen, dass alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt verstehen können, worum es geht. Einfache und Leichte Sprache sind wichtig für barrierefreie Kommunikation. So versteht es jeder und niemand wird ausgeschlossen!"

Übrigens: Den Satz am Anfang könnte man so übersetzen: "Wer einen geschützten Bam fällt, muss einen neuen pflanzen."