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Grillverbot in städtischen Grünanlagen

Schilder warnen an allen Grillplätzen vor der großen Brandgefahr

Wegen der anhaltenden Hitze und großen Trockenheit kann jeder Funke einen verheerenden Brand auslösen. Zum Schutz der Grünanlagen ist das Grillen mit offenem Feuer auf allen öffentlichen Grillplätzen der Stadt Frankfurt am Main ab sofort verboten. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für diesen Schritt: „Auf all unseren Grillplätzen stehen Bäume, auch das Gras kann sich blitzartig entzünden. Das Risiko ist einfach zu groß.“

Das Verbot gilt sowohl für holz- und kohlebetriebene Grills als auch für Camping-, Gas- und Elektrogrills. Zudem ist die Nutzung von Shishas, die mit glühender Kohle betrieben werden, ebenfalls untersagt. Da auch die Frankfurter Friedhöfe gefährdet sind, ist dort das Entzünden von Grablichtern und jeglicher anderer Formen von offenem Feuer ebenfalls verboten.

Im Wald gilt die höchste Waldbrandstufe !

Für den Wald gilt weiterhin die höchste Waldbrandstufe 5. Die Waldböden, die Bodenvegetation und herabgefallenes Laub sind extrem ausgetrocknet und leicht entzündlich. Die Försterinnen und Förster des Grünflächenamtes bitten die Waldbesucherinnen und Waldbesucher daher nochmals dringend um umsichtiges Verhalten. Schon eine weggeworfene Flasche oder eine achtlos weggeschnippte Zigarettenkippe können Auslöser für einen Waldbrand sein! Rauchen und offenes Feuer sind im Wald grundsätzlich nicht gestattet. Dies gilt im Rahmen des jetzt erlassenen Grill- und Feuerverbotes auch für die Grillplätze an den Waldspielparks Schwanheim und Scheerwald.
Das Verbot gilt bis auf weiteres, solange bis dieses aktiv vom Grünflächenamt über die Medien wieder aufgehoben wird.
Weitere Informationen gibt es beim Grünflächenamt unter der Rufnummer 069-212-30991. Auch Hinweise zu möglichen Gefahrenquellen können über diese Rufnummer mitgeteilt werden. Kontrolliert wird das Grillverbot durch das Ordnungsamt.

Allgemeinverfügung

Das Grillverbot tritt auf Grundlage der Allgemeinverfügung vom 26.07.2018 in Kraft und gilt ab dem 27.07.2018. Die Allgemeinverfügung ist hier einzusehen:

ALLGEMEINVERFÜGUNG

Aufgrund der andauernden Hitzewelle und der damit verbundenen Trockenheit besteht eine erhebliche und akute Brandgefahr. Für die Grünanlagen im Stadtgebiet Frankfurt am Main wird daher gemäß § 7 der Grünanlagensatzung vom 16.11.2017 (Amtsblatt Nr. 17, 149 Jhg., vom 24.04.2018) bis auf Widerruf die Nutzung eingeschränkt. Hierzu wird von der Stadt Frankfurt am Main, Der Magistrat, folgende Allgemeinverfügung erlassen:

1. In allen Grünanlagen gemäß § 1 Abs 1 der Grünanlagensatzung vom 16.11.2017 ist das Grillen und offenes Feuer verboten. Offenes Feuer umfasst auch das Entzünden von Grills jedweder Art, das Entzünden von Kerzen, das Entzünden von Kohlen für z. B. Wasserpfeifen u. ä. sowie alle Handlungen, die geeignet sind Brände auszulösen. Hierzu gehört z. B. auch das Wegwerfen von glühenden Zigarettenstummeln, Entsorgen von Asche, Tabakresten etc.

2. Die sofortige Vollziehung der Ziffer 1 wird gemäß § 80 Abs. 2 Nr. 4 der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) angeordnet. Widerspruch und Anfechtungsklage haben keine aufschiebende Wirkung.

3. Nichtbeachtung des in Ziffer 1 verfügten Verbotes kann mit Bußgeld gemäß § 10 Abs. 2 Nr. 32 in Verbindung mit § 10 Abs. 3 und/oder Anlageverweis gemäß § 9 der Grünanlagensatzung vom 16.11.2017 geahndet werden.

4. Diese Allgemeinverfügung gilt einen Tag nach ihrer öffentlichen Bekanntmachung auf der Internetseite der Stadt Frankfurt am Main (www.frankfurt.de) und ist ab diesem Zeitpunkt wirksam.


Rechtsbehelfsbelehrung:

Gegen diese Allgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch beim Magistrat der Stadt Frankfurt am Main – Grünflächenamt -, Adam-Riese-Straße 25, 60327 Frankfurt am Main eingelegt werden.


Frankfurt am Main, den 26.07.2018

Im Original unterschrieben




(Heilig)
Stadträtin für Umwelt und Frauen