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Frankfurt bekämpft den Eichenprozessionsspinner

Gesundheit geht vor!

Er ist klein, behaart und der Kontakt mit ihm kann gefährlich sein: Bald beginnt auch in Frankfurt die Saison des Eichenprozessionsspinners. Das Grünflächenamt wird deshalb am 29. und 30. April 2019 vorbeugend auf etwa 217 Hektar Frankfurter Stadtwald die Eichenkronen spritzen. Als erstes sind der Fechenheimer Wald, der Riederwald, und Oberrad an der Reihe. Ebenfalls besprüht werden die Eichenkronen in Sachsenhausen, Niederrad und Schwanheim. Dabei kommt ein Hubschrauber zum Einsatz. Darüber hinaus werden in den nächsten Wochen auch die etwa 5.700 Eichen an Straßen, in öffentlichen Grünanlagen, Spielplätzen, Friedhöfen sowie auf Schulhöfen und auf den Freiflächen von Kindertagesstätten vom Boden besprüht. Durch den Klimawandel breitet sich der wärmeliebende Eichenprozessionsspinner auch in Deutschland immer weiter aus. In Frankfurt und in der Rhein-Main-Region sind er und seine Nester seit zehn Jahren ein Problem, genauso lange werden sie auch bereits bekämpft.

Vorsicht bei Raupen und Nestern!

Etwa 200 Tausend Euro kostet die Vorbeugemaßnahme auch in diesem Jahr. ´Eine notwendige Maßnahme, für die wir auch mittelfristig keine Alternative sehen`, sagt Stefan Heldmann, der Leiter des Grünflächenamtes: ´Schließlich geht es um die Gesundheit der Frankfurterinnen und Frankfurter. Wir wollen vermeiden, dass sie gerade im beliebten Stadtwald, in dem die Menschen Erholung suchen, unangenehme Bekanntschaft mit den Raupen machen.`
Der Kontakt mit den feinen Brennhaaren der grauen Raupen kann Hautausschläge hervorrufen. Auch die Atemwege können gereizt werden und im Extremfall zum allergischen Schock führen. Sogar das Berühren von Nestern der Eichenprozessionsspinnern ist gefährlich: Auch nach Verpuppung der Larven bleiben die giftigen Brennhaare dort und können bei Kontakt weiter Reizungen verursachen.

Biologisches Mittel kommt zum Einsatz

Das Besprühen der Eichenkronen hingegen sei ein wirksamer Schutz gegen die Ausbreitung der Raupen und für die Bevölkerung unbedenklich, so Heldmann weiter. Das Grünflächenamt setze ein biologisches Präparat ein, dessen Wirkstoff seit mehr als 30 Jahren in Deutschland auch zur großflächigen Schnakenbekämpfung in der Rheinebene erfolgreich eingesetzt wird und im Erdboden natürlich vorkommt. Seit zehn Jahren wird das Präparat in Frankfurt gegen den Eichenprozessionsspinner eingesetzt. Schädliche Auswirkungen dieses Mittels auf die Gesundheit von Mensch und Tier und den übrigen Naturhaushalt seien nicht bekannt, so Heldmann.

Weitere Infos

Weitere Informationen zur Beseitigung der Raupen und ihrer Nester gibt es beim Umwelttelefon unter der Tel.-Nr. (069) 212 – 39100. Private Grundstückseigentümer bekommen dort auch Adressen von Fachfirmen, die sich auf das Absaugen der Raupennester spezialisiert haben.
Werden Raupen oder Nester des Eichenprozessionsspinners auf Eichen entdeckt, die auf Flächen des Grünflächenamts stehen z.B. in Parkanlagen oder an Straßenbäumen, regelt das Amt die Beseitigung.
Das Grünflächenamt warnt ausdrücklich, die Tiere oder ihre Nester selbst zu beseitigen.
Bei Fragen steht den Bürgerinnen und Bürgern die Hotline des Grünflächenamtes unter der Tel.-Nr. : (069 ) 212 – 30991 zur Verfügung.