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Stadtgrün - Artenreich und Vielfältig

Frankfurt ist Pilotkommune eines bundesweiten Förderprojektes

Seit April 2016 beteiligt sich die Stadt Frankfurt am Main mit dem Grünflächenamt als eine von insgesamt fünf Pilotkommunen am bundesweiten Förderprojekt ´Stadtgrün-Artenreich und Vielfältig`.
Projektpartner sind das Bündnis "Kommunen für Biologische Vielfalt" und die Deutsche Umwelthilfe. Finanziert wird das Modellvorhaben vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums.

Wiese im Volkspark Niddatal
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Städte grüner machen

In den nächsten Jahren bis 2021 soll ein Label besonders grüne Kommunen für ihre nachhaltigen Wirtschaftsweisen auf öffentlichen Grünflächen auszeichnen. Ziel ist, die biologische Vielfalt in Städten zu erhöhen.
In der Stadtverwaltung gilt es für Kommunen täglich, unterschiedliche Ansprüche an die Nutzung, Pflege und Gestaltung öffentlicher Grünflächen mit finanziellen und sozialen Aspekten in Einklang zu bringen. Wie die Gestaltung naturnaher Grünflächen konkret umgesetzt werden kann, veranschaulichen die beteiligten Kommunen durch ihre Modellprojekte. In Frankfurt ist dies der Mittelstreifen der Gerbermühlstraße zwischen Sachsenhausen und Oberrad unter dem Motto ´Blumen-und Stadtwiesen im Straßenbegleitgrün`. Neben Frankfurt am Main arbeiten Wernigerode und Neu-Anspach, Kirchhain und Hannover aktiv in dem Projekt mit.

Vorreiter bei der Einführung eines ökologischen Flächenmanagements

´Die fünf Projektkommunen übernehmen eine Vorreiterrolle bei der Einführung des ökologischen Grünflächenmanagements`, sagt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. ´Das ökologische Grünflächenmanagement geht von einer integrierten Sichtweise aus. Es verbindet naturschutzbezogene Grundsätze wie die Verwendung von gebietsheimischem Saatgut und Gehölzen oder den Verzicht auf regelmäßige Mahd und Spritzmittel mit den Anforderungen, Pflegekosten in öffentlichen Grünflächenämtern zu reduzieren. Es bezieht aber auch die Bürgerinnen und Bürger in die Planung und Pflege dieser Grünflächen mit ein`.

Wiesenblume mit Insekten
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Verbesserung der Akzeptanz ökologischer Maßnahmen

Vielerorts, so auch in Frankfurt, gilt es auch Vorbehalte gegenüber einer naturnahen Flächengestaltung abzubauen. Das Labeling-Verfahren wird daher durch eine öffentlichkeitswirksame Kampagne sowie durch Fachinformationen für die beteiligten Dienststellen begleitet.
Um die Akzeptanz gegenüber einer naturnahen Flächengestaltung sowie die Breitenwirkung des Projekts zu erhöhen, sollen am Labeling-Verfahren auch Akteure außerhalb der Kommunalverwaltung beteiligt werden.

Mitgestaltung und bürgeschaftliches Engagement

Höhepunkt der Aktivitäten vor Ort wird ein jährlicher Aktionstag sein, bei dem die Kommunen ihre eigenen Aktivitäten sowie Möglichkeiten zur Umsetzung entsprechender Maßnahmen auf privaten Flächen vorstellen. ´Damit wollen wir das Thema aus der Kommunalverwaltung in die Bürgerschaft hineintragen`, erklärt Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH. ´Das kann zur Entlastung der Kommunen beitragen – etwa wenn sich Bürgerinnen und Bürger an der Umsetzung von Pflegemaßnahmen beteiligen –, die Akzeptanz gegenüber naturnah gestalteten Flächen erhöhen und durch die Möglichkeit zur Mitgestaltung des unmittelbaren Lebensumfelds einen wichtigen Beitrag zu Naturerfahrung und Identifikation mit der eigenen Kommune leisten`, so Müller-Kraenner weiter.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Förderprojekt erhalten Sie beim Frankfurter Grünflächenamt unter der Hotline 069-212-30991 oder per E-Mail unter info@gruenflaechenamt.stadt-frankfurt.de