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02.09.2019

Verkehrsdezernent Oesterling setzt auf Anreize für Radfahrer

Weiterer Ausbau des Radwegenetzes – städtische Verkehrspolizei ahndet Verstöße

Mit Tempo baut die Stadt Frankfurt am Main das Radewegenetz weiter aus. Nach den westlichen Stadtteilen sind nun auch weite Teile des Nordens beschildert. So sind nach Hausen, Praunheim, Heddernheim und Niederursel nun auch Kalbach-Riedberg und Bonames mit weiß-grünen Wegweisern versehen. Verkehrsdezernent Klaus Oesterling machte sich unmittelbar vor dem Riedbergzentrum einen Eindruck vor Ort. „Im Ortsbezirk Kalbach/Riedberg haben wir 144 Schilder an mehr als 50 Standorten aufgestellt, um die Infrastruktur für Radfahrerinnen und Radfahrer zu stärken“, erläuterte Oesterling. Und fügte hinzu: „Gute Voraussetzungen sind das beste Argument, um mit dem Rad zu fahren.“

Eine Herausforderung bleibt es für die Stadt, dafür zu sorgen, dass die ausgeschilderten Radwege auch frei bleiben und nicht zugeparkt werden. „Als eindeutiges Signal hatten wir bereits im Frühjahr die Radwege auf beiden Seiten der Altenhöferallee vor dem Riedbergzentrum rot eingefärbt“, erklärte die Leiterin des Amts für Straßenbau und Erschließung (ASE), Dipl.-Ing. Michaela Kraft. Denn die Situation sei vor allem für Radfahrer gefährlich, wenn diese auf die Fahrbahn ausweichen müssen, sobald der Radweg blockiert ist. „Die städtische Verkehrspolizei hat die Lage hier am Riedbergzentrum immer wieder im Blick und ahndet Ordnungswidrigkeiten“, ergänzt der Verkehrsdezernent. Und führt weiter aus: „Ich begrüße die Absicht von Bundesverkehrsminister Scheuer ausdrücklich, die Strafen für derartiges Fehlverhalten sehr deutlich anzuheben. Es wird höchste Zeit, auch über das monetäre Druckmittel einen gesellschaftlichen Wertewandel beim Verhalten im Straßenverkehr, hin zur gegenseitigen Rücksichtnahme, einzuleiten“.

Das Radwegenetz zu erschließen ist ein ganzheitlicher Ansatz, bei dem nicht nur die Beschilderung ausgebaut, sondern auch sukzessive Lücken im Radwegenetz geschlossen werden. Im vergangenen Jahr befestigte die Stadt am Riedberg einen Feldweg, der parallel zur Straße „Am Weißkirchener Berg“ verläuft und für Radfahrende als Verbindungsweg wichtig ist. Derzeit saniert das ASE Teile der Straße „Am Martinszehnten“ im Gewerbegebiet und baut einen neuen Radweg. Die Fertigstellung erfolgt im Herbst.

Die Stadt Frankfurt hat mittlerweile in mehr als 20 Stadtteilen die Beschilderung fertig gestellt, darunter sehr aufwändige wie Griesheim oder Schwanheim. „Wir haben über 3000 Wegweiser und kleinere Zwischenwegweiser an mehr als 1700 Standorten befestigt“, berichtet Oesterling weiter. „Als nächstes ist der Stadtteil Nieder-Eschbach an der Reihe, es folgen dann Nieder-Erlenbach und Harheim.“

In Abstimmung mit dem Radfahrbüro plant das Referat für Mobilitäts- und Verkehrsplanung der Stadt Frankfurt die Beschilderung. Das ASE ermittelt über Ausschreibungen Fachfirmen, bei denen die einprägsamen weiß-grünen Schilder bestellt werden und lässt sie montieren. Rund 675.000 Euro wird der Magistrat schätzungsweise in die Beschilderung investieren.