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10.12.2015

Bahnhof Griesheim - es geht voran

Die Sanierung der Omegabrücke konnte vorzeitig abgeschlossen werden, die Erneuerung der Autogenstraße einschließlich der Bushaltestellen wurde zwischenzeitlich fertiggestellt und auch die Planungen zum barrierefreien Umbau des Bahnhofs Griesheim schreiten weiter voran.

Griesheim Bahnhof
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Barrierefreier Umbau des Bahnhofs Griesheim

Im Januar dieses Jahres wurde der Öffentlichkeit in einer Informationsveranstaltung das Ergebnis der durchgeführten Variantenuntersuchung für den barrierefreien Umbau des Bahnhofs Griesheim vorgestellt. Als sinnvollste Lösung hatte sich die Variante 4 herauskristallisiert, bei der die bestehende Personenunterführung „Alte Falterstraße“ erhalten bleibt, jedoch komplett modernisiert und über zwei Aufzüge barrierefrei erschlossen wird. Am nördlichen Ausgang der Unterführung ist zudem eine neue Treppe geplant, die durch ihren geraden Verlauf die natürliche Belichtung und auch die Einsehbarkeit der Unterführung verbessern soll. Die barrierefreie Anbindung des Mittelbahnsteigs wird über die erneuerte Personenunterführung am westlichen Ende der Bahnsteige und zwei weitere Aufzüge realisiert. Außerdem werden die Bahnsteige erhöht und somit ein stufenfreier Einstieg in die S-Bahn gewährleistet. Die Bahnsteigdächer sowie die Treppeneinhausung werden erneuert und die gesamte Station erhält ein taktiles Leitsystem zur besseren Orientierung sehbehinderter Personen. Vom Bahnhofsvorplatz sind stufenfreie Rampen auf den Hausbahnsteig geplant. Sowohl am Nord- als auch am Südausgang der Unterführung „Alte Falterstraße“ sind überdachte Fahrradabstellanlagen vorgesehen. Durch die intensive und konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Stadt Frankfurt am Main und der Deutsche Bahn AG konnten die beschriebenen Planungen zur Umbaumaßnahme in den vergangenen Monaten weiter vertieft und konkretisiert werden.

Zur Information der Öffentlichkeit liegen die aktuellen Planungsunterlagen noch bis einschließlich 14.12.2015 im Atrium des Stadtplanungsamtes (Kurt-Schumacher-Straße 10, 60311 Frankfurt am Main) während der Dienststunden (montags, dienstags, donnerstags und freitags in der Zeit von 7:10 Uhr bis 15:40 Uhr sowie mittwochs von 7:10 Uhr bis 19:00 Uhr) zur allgemeinen Einsichtnahme aus. Einige ausgewählte Pläne finden Sie auch in der nebenstehenden Liste.
Außerdem findet am Dienstag, den 15.12.2015 ab 18:00 Uhr im SAALBAU Griesheim (Schwarzerlenweg 57, 65933 Frankfurt am Main) eine öffentliche Informationsveranstaltung statt, zu der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger recht herzlich eingeladen sind. Vertreter der Deutschen Bahn AG werden die geplanten Maßnahmen zum barrierefreien Umbau des Bahnhofs Griesheim erläutern und anschließend für Rückfragen zur Verfügung stehen.

Sanierung der Omegabücke Griesheim

Die 1973 gebaute Straßenbrücke über die DB-Strecke am Bahnhof Griesheim, mit einer Länge von 213 m wurde in den Jahren 2013/2014 auf Standsicherheit und Dauerhaftigkeit neu überprüft und beurteilt. Nach der geplanten Sanierung ist die Omegabrücke für weitere 25 Jahre standsicher und nutzbar. Im Rahmen der bautechnischen Sanierung sind Verbesserungen für die Verkehrsteilnehmer vorgesehen. So werden die Gehwege von ehemals 0,50 m auf 1,25 m auf der Innenseite und von 1,16 m auf 1,80 m auf der Außenseite verbeitert. Die Fahrspurbreite von 7,75 m erhält je Fahrtrichtung eine Radfahrspur von 1,60 m. Des Weiteren werden neue Straßenlaternen außerhalb des Geländers aufgestellt, welche für eine bessere Ausleuchtung des Fußweges und der Fahrbahn sorgen. An den Brückenenden werden lärmgeminderte Übergangskonstruktionen eingebaut. Mit der Baumaßnahme wird im März 2015 begonnen, die Fertigstellung ist für Juni 2016 vorgesehen.

Baumaßnahme Autogenstraße zwischen Alte Falterstraße und Jungmannstraße vor dem Bahnhof Griesheim

Das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE), Baubezirk West, plante schon länger die Fahrbahndecke der Autogenstraße im Bereich zwischen Omegabrücke und Jungmannstraße zu erneuern.
Parallel sollte die Bushaltestelle und der Gehweg vor dem Bahnhofsgebäude neu etabliert werden. Der dort größtenteils in Privatbesitz befindliche Altbestand war weder in einem verkehrssicheren Zustand noch war er, im Hinblick auf die Bushaltestelle, behindertengerecht ausgebaut. Dies konnte aber aufgrund der unklaren Sachlage bezüglich der Eigentumsverhältnisse am Bahnhof Griesheim bislang nicht umgesetzt werden.
Erst als das Dezernat nach langen Verhandlungen und vergeblichen Planungsversuchen mit dem Eigentümer eine Einigung erzielen konnte, wurde der Baubezirk West mit der Baumaßnahme zwecks einer schnellen Umsetzung noch in 2015 betraut.

Im Einzelnen ist vorgesehen den Belag der alten Fahrbahn bis zu einer Tiefe von 6-8 cm abzufräsen und in zwei Schichten Asphalt einzubauen.
Der Gehweg auf der Südseite wird weitestgehend in den derzeitigen Abmessungen erneuert. Die Baumbeete werden dabei großzügiger ausgeführt und mit Bäumen soweit nötig wieder bepflanzt. Nur im Bereich der Alten Falterstraße gibt es aufgrund der neuen Verkehrsführung, insbesondere wegen der Busse, generell einige Veränderungen. So wird z.B. die Mittelinsel in Größe und Lage verändert.
Im Zuge der Gehwegarbeiten oder gegebenenfalls kurz vorher werden von der Straßenbeleuchtung Rhein-Main GmbH (SRM) die derzeitigen Gasleuchten auf der Südseite auf Elektrobetrieb (LED-Technik) umgerüstet bzw. umgebaut.
Auf der Nordseite wird ein 1,50 Meter breiter neuer Gehweg etabliert in den die neuen Bushaltestellen eingefasst werden. Dann entsteht endlich eine sichere durchgehende Laufbeziehung von der westlichen Autogenstraße bis auf die Höhe der Alten Falterstraße.
Die Oberflächen der Gehwege werden im allgemeinen dem Aussehen in der Alten Falterstraße angepasst, so dass das man beim Verlassen des Bahnhofs in Zukunft ein besseren ersten Eindruck von Griesheim gewinnt als in den Jahren zuvor.

Wie bereits erwähnt ist geplant, die vorhandene Bushaltestelle mobilitätsgerecht auszubauen. Dies erfolgt durch den Rückbau der vorhandenen Busbucht und der Herstellung der Haltestelle als vorgebautes Kap in der Straße. Die Fahrbahn vor der Haltestelle sowie der etwas östlich liegenden Warteposition werden mit einer halbstarren Deckschicht, einem besonders widerstandsfähigen Material, versehen. Dies geschieht um Unebenheiten, die durch das häufige Halten der Busse entstehen könnten, vorzubeugen.
Es ist beabsichtigt den Ausbau unter Vollsperrung der zu bearbeitenden Flächen in der Autogenstraße durchzuführen. Dabei wird natürlich berücksichtigt, dass der Anliegerverkehr, insbesondere die Zugangsmöglichkeiten zu den Gleisen des Bahnhofs, jederzeit aufrecht erhalten wird.
Die Bushaltestellen im Bereich des Bahnhofes werden während der Baumaßnahme in die Nachbarstraßen verlegt.