Logo FRANKFURT.de

Fünf Jahre Frankfurter Netzwerk für Suizidprävention (FRANS)

Im Juni 2014 kamen auf Initiative des Gesundheitsamtes rund 40 Institutionen und Or-ganisationen zusammen und gründeten das Frankfurter Netzwerk für Suizidprävention (FRANS). Somit feiert FRANS in diesem Jahr seinen fünften Geburtstag.

FRANS-Jubiläum: Anschneiden der Geburtstagstorte, von links: Gesundheitsdezernent Stefan Majer, Inga Beig, Dr. Christiane Schlang, Dr. Thomas Götz © Gesundheitsamt Frankfurt am Main
Dieses Bild vergrößern.

Anlässlich dieses Jubiläums hat sich das Netzwerk am Mittwoch, 6. November, versammelt und auf ereignisreiche fünf Jahre und eine beträchtliche Entwicklung zurückgeblickt. Gesundheitsdezernent Stefan Majer überreichte eine Geburtstagstorte und gratulierte: „Ich freue mich, dass es in Frankfurt gelungen ist, die Akteure, die im Bereich Suizidprävention arbeiten, zu vernetzen. Das Netzwerk ist bundesweit einzigartig. Ich möchte den heutigen Geburtstag nutzen, allen zu danken, die auf unterschiedlichste Weise zum Gelingen beigetragen haben.“

In den vergangenen fünf Jahren stieg die Anzahl der dem Netzwerk zugehörigen Institutionen und Organisationen auf über 80 an. FRANS entwickelte stetig neue Präventions-Angebote und Formate, beispielsweise für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit oder die Schulung von Professionellen und Gate-Keepern. Es wurden zahlreiche Informationsmaterialien herausgegeben, die Webseite http://www.frans-hilft.de lanciert, eine Suizidstatistik für Frankfurt eingeführt und vieles mehr.

Jährlich finden rund um den Welttag der Suizidprävention Veranstaltungen im Rahmen der Kampagne „Zehntausend Gründe. Suizid verhindern“ statt. Außerdem konnte das Netzwerk mit Walter Kohl einen engagierten Schirmherrn gewinnen, der regelmäßig in gemeinsamen Veranstaltungen präsent ist sowie die Gründung des seit 2018 bestehenden Fördervereins Freunde von FRANS initiierte.

Für seine Arbeit wurde das Netzwerk 2017 mit dem Hessischen Gesundheitspreis des Minis-teriums für Soziales und Integration ausgezeichnet. Bei dem Preis werden herausragende Projekte ausgewählt, die die Gesundheit der hessischen Bevölkerung fördern und unterstützen. Ebenfalls seit 2017 ist das Gesundheitsamt mit FRANS Kooperationspartner im vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten „Frankfurter Projekt zur Prävention von Suiziden mittels Evidenz-basierter Maßnahmen“ (FraPPE). In der Laufzeit von 2017-2020 werden unter Federführung der Universitätsklinik Frankfurt vielfältige Maßnahmen und Evaluationsvorhaben umgesetzt.

Inga Beig, die als Psychologin im Gesundheitsamt die Arbeit von FRANS koordiniert, ist zufrieden und zuversichtlich: „Wir haben den Eindruck, dass wir mit unserer Arbeit dazu beitragen, das Thema langsam aus der Tabuzone herauszuholen und dafür zu sorgen, dass dar-über gesprochen wird. Wir freuen uns, dass FRANS mittlerweile regional und auch überregional immer größere Bekanntheit erlangt. Gleichzeitig wissen wir, dass es noch viel zu tun gibt und wir sind sehr motiviert, die Suizidprävention in unserer Stadt auch die nächsten Jahre mindestens genauso engagiert voranzutreiben“.