Logo FRANKFURT.de

Jungen Menschen in ihrer Vielfalt begegnen.

Leitlinien Inklusion der Stadt Frankfurt am Main

Das in der Konvention der Vereinten Nationen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) formulierte Leitmotiv der "inklusiven Gesellschaft" will alten und jungen Menschen ermöglichen, selbstbestimmt zu leben. Alle Dimensionen der Heterogenität sind zu respektieren und willkommen zu heißen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird ein grundlegender Wandel in unserer Gesellschaft und auch im Selbstverständnis jedes Einzelnen stattfinden müssen. Denn der Gedanke der Inklusion ist revolutionär, er steht im Widerspruch zu gewohnten und damit auch liebgewordenen Denkmustern.

Einem Beschluss des Jugendhilfeausschusses vom 26.10.2009 folgend, entwickelte eine Arbeitsgruppe aus Vertretern städtischer Ämter und Trägern der Jugendhilfe Leitlinien für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie sollen dazu beitragen, dass die drei Säulen einer inklusiven Gesellschaft, nämlich die barrierefreie Gestaltung der Umwelt, das Prinzip der Nichtdiskriminierung und die Gewährleistung von selbstbestimmter Teilhabe auch in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verwirklicht werden. Langfristig soll es selbstverständlich sein, dass jedes Kind, ungeachtet einer möglichen Einschränkung oder eines besonderen Charakteristikums, wohnortnah betreut und ressourcenorientiert gefördert wird.

Die ganz zweifellos in Frankfurt vorhandene vielfältige und qualitätsvolle Angebotsstruktur soll zukünftig wirklich allen Kindern und ihren Familien offen stehen. Gefordert ist ein Perspektivenwechsel in den sozialen Systemen und der individuellen Haltung derer, die in ihnen arbeiten: weg von der Sicht auf den Menschen mit Behinderung, der als behandlungs- und förderungsbedürftig betrachtet wird und hin zu einer Haltung, die jeden Menschen als Person mit eigenen Rechten wahrnimmt.