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Chronik der Stadtbücherei Frankfurt am Main

Kleine Chronik ab 1845


Januar 1845 Gründung der Gesellschaft zur Verbreitung nützlicher Volks- und Jugendschriften durch zwölf Frankfurter Bürger. Ziel: „Die sittliche Veredelung des Volkes.“

Februar 1846 Die Gesellschaft eröffnet die erste Volksbibliothek. Abonnementgebühr der eingeschriebenen Leserinnen und Leser: jährlich 3 Mark, Unbemittelte 1 Mark.

Blick in den Lesesaal der alten Volksbibliothek.
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Oktober 1894 Eröffnung einer Lesehalle in der Hauptstelle am „Großen Kornmarkt 18“. Die Ausleihe ist kostenfrei.

1894 Gründung des Vereins Freie Bibliothek und Lesehalle. Ziel: Förderung von Volksbildung und Aufklärung, Verzicht auf jegliche Bevormundung und Gebührenfreiheit. Eröffnung eines Lesesaals in der Großen Sandgasse.

1895 Eröffnung eines Lesesaals in Bornheim durch die Volksbücherei (heute: Stadtteilbibliothek Bornheim). Damit ist die erste Zweigstelle gegründet.

ab 1895 Einrichtung von Tauschstellen und Wanderbibliotheken im Stadtgebiet durch die Volksbücherei.

1896 Eröffnung eines Lesesaals in Bockenheim durch die Freie Bibliothek (heute: BockenheimBibliothek).

1897 Der Magistrat der Stadt Frankfurt beschließt eine Gebietsaufteilung: Die Freie Bibliothek wird den östlichen, die Volksbibliothek den nördlichen und westlichen Teil der Stadt versorgen.

1902 Gründung einer Lesehalle in Oberrad (Schließung der Stadtteilbibliothek 2004).

1903 Gründung einer Lesehalle im Gallus (heute: Stadtteilbibliothek Gallus).

Dezember 1904 Gründung der ersten deutschen Musikbibliothek als Freie Musikalien-Bibliothek durch eine private Stiftung (heute: Musikbibliothek in der Zentralbibliothek). Ziel: „... auch unbemittelten, musikalisch gebildeten Kreisen gute Musikalien durch unentgeltliche Ausleihe zugänglich zu machen.“

1909 Gründung einer Bibliothek in Sachsenhausen (heute: Bibliothekszentrum Sachsenhausen). Einrichtung der ersten Kinder-Lesehalle in der Hauptstelle der Volksbibliothek.

1910 Gründung einer Bibliothek in Rödelheim (heute: Stadtteilbibliothek Rödelheim).

Historisches Foto aus dem 30er Jahren
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1920 Gründung einer Lesehalle in Eschersheim. Die Stadt übernimmt die Trägerschaft der Freien Musikalien-Bibliothek. Umbenennung in Städtische Musikbücherei.

1924 Auf Magistratsbeschluss Zusammenlegung der Volksbibliothek und der Freien Bibliothek zur Städtischen Volksbücherei.

1928 Adolf Waas wird der erster Direktor der Frankfurter Volksbücherei. Gründung einer Bibliothek im Riederwald (heute: Stadtteilbibliothek Riederwald).

Historisches Foto: Der erste Bus der Fahrbibliothek.
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1929 Eröffnung der Autobücherei mit 6 Haltepunkten (heute: Fahrbibliothek mit zwei Bücherbussen und über 30 Haltepunkten). Eröffnung einer Bibliothek in Niederrad (heute: Stadtteilbibliothek Niederrad).

1933 Amtsenthebung des Bibliotheksdirektors und SPD-Mitglieds Adolf Waas. Neuer Direktor wird Johannes Beer. Ca. 8.000 „verbotene oder unerwünschte Bücher“ werden aus dem Bestand entfernt.

1934 Einführung der Ausleihe an Jugendliche ab 12 Jahren.

1938 Die Bibliotheken in Schwanheim (heute: Stadtteilbibliothek Schwanheim), Griesheim (heute: Stadtteilbibliothek Griesheim,) Höchst
(heute: Bibliothekszentrum Höchst) und Sindlingen (heute: Stadtteilbibliothek Sindlingen) werden eingegliedert.

1945 Zerstörung der Hauptstelle der Bücherei durch einen Bombenangriff.

ab 1945 Instandsetzungen und Wiedereröffnungen kriegsbeschädigter Bibliotheken.

1947 Dr. Gertrud Gelderblom wird leitende Bibliotheksdirektorin.

1950 Einführung von Leihgebühren: pro Buch für 3 Wochen 10 Pfennig. Für Jugendliche, Studenten, Lehrlinge, Rentner und Arbeitlose bleibt die Ausleihe kostenfrei.

1957 Gründung einer Hauptjugendbücherei (heute: Zentrale Kinder- und Jugendbibliothek). Neueinrichtung einer Bibliothek in Sossenheim (heute: Stadtteilbibliothek Sossenheim).

1959 Eröffnung einer Bibliothek im Dornbusch (heute: Stadtteilbibliothek Dornbusch)

1965 Dr. Hans Joachim Vogt wird leitender Bibliotheksdirektor.

1968 Eröffnung der NordWestStadtBibliothek, der bis heute größten dezentralen Bibliothek im Bibliotheksverbundnetz.

1969 Namensänderung in Stadtbücherei Frankfurt am Main.

seit 1971 Die Stadtbücherei reagiert auf den Zuzug ausländischer Arbeitnehmer und ihrer Familien und setzt im Bestandsaufbau und in der Veranstaltungsarbeit für Kinder und Erwachsene einen Schwerpunkt auf die multikulturelle Bibliotheksarbeit.

1972 Verabschiedung des ersten Büchereientwicklungsplans. Ziel: Auf- und Ausbau des Bibliotheks-Verbundsnetzes.

1974 Als erste deutsche Stadt richtet Frankfurt eine Schulbibliothekarische Arbeitsstelle (sba) ein.

1977 Wiedereröffnung der Zentralen Erwachsenenbibliothek auf der Zeil und räumliche Zusammenlegung der Bibliothek mit der Musikbibliothek. Eröffnung einer Bibliothek in Nieder-Eschbach (heute: Stadtteilbibliothek Nieder-Eschbach) in Kombination mit einer Schulbibliothek in der Otto-Hahn-Schule.

1978 Eröffnung einer Bibliothek in Seckbach (heute Stadtteilbibliothek Seckbach) in Kombination mit einer Schulbibliothek in der Friedrich-Ebert-Schule.

auf dem Bild in der Mitte: Der damailige Kulturdezernent Hilmar Hofmann und Oberbürgermeister Walter Wallmann.
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1979 Eingliederung der Bibliothek in Bergen (Stadtteilbibliothek Bergen, geschl. 2005).

1980 Zum Netz der sba gehören nun insgesamt 30 Schulbibliotheken.

1984 Die Zentrale Kinder- und Jugendbibliothek wird am 14.02.1984 im neu erbauten Bürgerhaus Bornheim – gemeinsam mit der dortigen Stadtteilbibliothek - wieder eröffnet.

1989 Mit der Einstellung von Bibliothekspädagoginnen wird ein Schwerpunkt auf Kinderbibliotheksarbeit und Leseförderung gelegt.

1990 Verabschiedung des zweiten Büchereientwicklungsplanes.

1991 Eröffnung der Mediothek in der Zentralen Erwachsenenbibliothek.

1992 Dr. Barbara Purbs übernimmt die Amtsleitung.

2002 Eröffnung der Internationalen Bibliothek in der Stadtteilbibliothek Gallus.

2003 Die Einführung der Bibliothekssoftware Bibliotheca macht alle Medienbestände der Stadtbücherei online recherchierbar. Im Rahmen der Sparmaßnahmen in Frankfurt beschließt die Stadtverordnetenversammlung die Schließung der Bibliotheken in Oberrad, Bockenheim, Bergen, Riederwald und die Umwidmung der Stadtteilbibliotheken in Sachsenhausen, Enkheim, Höchst und der Nordweststadt zu Bibliothekzentren (Süd, Ost, West, Nord).

2004 Dr. Sabine Homilius übernimmt die Amtsleitung. Schließung der Stadtteilbibliothek Oberrad. Schließung der Stadtteilbibliothek Bockenheim und Wiedereröffnung als BockenheimBibliothek (in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Lese-Zeichen e. V.). Die Musikbibliothek feiert ihr 100jähriges Bestehen.

2005 Schließung der Stadtteilbibliothek Bergen und Eröffnung des Bibliothekszentrums Bergen-Enkheim. Eröffnung der 60. Schulbibliothek in der Albert-Schweitzer-Schule. Die Stadtbücherei gewinnt den Hessischen Leseförderpreis.

Leseturm der Zentralbibliothek
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2007
Einweihung eines neuen Bücherbusses. Umzug der Zentralbibliothek
sowie der in der Zentrale angesiedelten Abteilungen und der
Leitungsebenen in die Hasengasse 4.

2008
Wiedereröffnung der Stadtteilbibliothek Nieder-Eschbach und der Schulbibliothek in der Otto-Hahn-Schule.

2009
im Januar: Eröffnung des neuen Bibliothekszentrums Sachsenhausen im ehemaligen Straßenbahndepot am Südbahnhof.
Die Zahl der Schulbibliotheken: 75.

2010
Die Zentrale Kinder- und Jugendbibliothek bekommt in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Gestaltung in Offenbach eine TeenLounge.
Die Internationale Kinder- und Jugendbuchausstellung LeseEule feiert ihr 50-jähriges Jubiläum.

2011
Einweihung eines neuen Bücherbusses.
Die Schulbibliothekarische Arbeitsstelle gewinnt den Deutschen Vorlesepreis.

2012
Auszeichnung mit dem Hessischen Leseförderpreis für Bibliotheksarbeit für und mit Jugendlichen.
90 Schulbibliotheken im Verbund der Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle.

2013
Umfassende Renovierung der Stadtteilbibliothek Sossenheim.
Renovierung der Stadtteilbibliothek Seckbach.

2014
Die Stadtteilbibliothek Niederrad zieht vom Haardtwaldplatz in der Unterkirche der Gemeinde Mutter vom Guten Rat.

2015
Wiedereröffnung der umfassend sanierten Stadtteilbibliothek Bornheim und der Zentralen Kinder- und Jugendbibliothek.