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20.12.2011

Jugendverkehrsschulen mobil

Polizeipräsident Dr. Achim Thiel konnte gestern zahlreiche Gäste im Polizeipräsidium begrüßen. Die Klasse 4b der Kirchnerschule war mit ihrer Klassenlehrerin Frau Deutz eigens aus Bornheim angereist, um mit dem Polizeipräsidenten und den Verkehrserziehern der Polizei die beiden letzten Fahrzeuge in Empfang zu nehmen.

Design für die Fahrzeuge der Jugendverkehrsschulen © Stadt Frankfurt am Main, Stadtschulamt
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Alle fünf mobilen Jugendverkehrsschulen, die in den 3. und 4. Klassen der Frankfurter Schulen zum Einsatz kommen, sind jetzt mit eigens ausgebauten Mercedes-Sprintern bestens gerüstet, um die Radfahrausbildung an den Grundschulen durchzuführen. Die neuen Fahrzeuge erfüllen die hohen Umweltstandards, die der Betrieb in der Umweltzone erfordert. Sie transportieren Fahrräder, Verkehrsschilder, Räder, Schutzhelme und weiteres Material, das für den Unterricht vor Ort gebraucht wird. Mit einem eigens kreierten, zeitgemäßen und kindgerechten Design können sich die Wagen auch sehen lassen.

Bürgermeisterin Jutta Ebeling bezifferte die Kosten für die im Laufe diesen und letzten Jahres beschafften Wagen auf rund 226.000 €. Davon trägt die Stadt Frankfurt nach Verwertung der ausgemusterten Alt-Fahrzeuge 186.000 €, das Land Hessen hat rund 26.000 € zugeschossen. Das Geld sieht sie gut angelegt, denn wie wichtig es ist, frühzeitig Radfahren zu lernen, hat sie selbst erfahren. „Ich hatte als Kind kein Fahrrad, meinen Eltern war es viel zu gefährlich und sie haben mir deshalb das Radfahren verboten. Gelernt habe ich es dann erst mit 30 Jahren und deshalb nie so richtig“, berichtete sie den Kindern der Kirchnerschule.

Verkehrsdezernent Majer bedankte sich bei der Polizei für die gute Kooperation in der Verkehrserziehung und Schulwegsicherung. Die Verkehrserziehung beginnt schon im Kindergarten, wenn städtische Bedienstete, die an das Polizeipräsidium abgeordnet sind, mit den Kindern sicheres Verhalten im Straßenverkehr üben und auf den Weg zur Schule vorbereiten. Für die erfolgreiche Teilnahme am Schulweg-Training gibt es den Schulwegpass und für die Auswahl des sichersten Weges zur Schule die Schulwegpläne.

In den 3. bzw. 4. Klasse kommt dann die Radfahrausbildung mit 5 Übungseinheiten à 3 Schulstunden in jeder Schulklasse. Spezielle Schulwegpläne für radfahrende Schülerinnen und Schüler gibt es schon für weite Teile des Stadtgebietes.

Im vergangenen Jahr wurden von der Verkehrserziehung insgesamt weit über 16.000 Frankfurter Kinder erreicht, davon haben 5.555 Kinder die Radfahrausbildung absolviert. Laut Polizeipräsident Dr. Thiel wurden an 52 Elternabenden mit fast 1.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zudem auch viele Eltern erreicht. „Darauf legen wir großen Wert, denn ohne die Mitarbeit der Eltern geht es auch in der Verkehrserziehung nicht“, so Thiel am Montag.

Neben den mobilen Jugendverkehrsschulen gibt es eine weitere stationäre am Rande des Grüneburgparks. Dort gibt es einen Verkehrsgarten, in dem die Kinder mit Kettcars und anderen Fahrzeugen das richtige Verhalten im Straßenverkehr in einem geschützten Rahmen spielerisch erlernen können. Sogar eine Mini-Straßenbahn steht dort zur Verfügung.