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28.09.2018

Frankfurt erstellt kommunales Elektromobilitätskonzept

(ffm) Die Mobilität in den Städten steht vor großen Herausforderungen: Luftreinhaltung, drohende Dieselfahrverbote, stetig wachsende Pendler- und Lieferverkehre sind dabei nur einige Stichworte für die Herausforderungen, die es zu lösen gilt. Frankfurt ist von diesen Entwicklungen nicht minder betroffen. Ein wichtiger Baustein dabei ist die Elektromobilität - schließlich bietet sie das Potenzial, Individualverkehre lokal emissionsfrei abzuwickeln. Bereits im Jahr 2010 hat die Stadt das Strategiepapier „Elektromobilität im Jahre 2025 in Frankfurt am Main“ erarbeitet. Die rapiden Entwicklungen der letzten Jahre in der E-Mobilität machen nun aber eine Aktualisierung und Fortschreibung der städtischen Strategie notwendig.

Daher hat die Stadt Frankfurt die Erstellung eines kommunalen Elektromobilitätskonzepts in Angriff genommen. Dank eines Förderantrages beim Bund konnten zusätzliche Mittel in Höhe von achtzig Prozent beim Bundesverkehrsministerium eingeworben werden. Am Mittwoch, 26. September, fand deshalb ein Workshop mit über 50 Vertretern aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Institutionen im House of Logistics and Mobility statt. Die Inhalte und Ergebnisse des Workshops bilden die Basis für die zukünftige Strategie und die konkreten Maßnahmen zu ihrer Umsetzung.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank betonte in seinen Ausführungen zu Beginn des Workshops, dass Elektromobilität eine Voraussetzung dafür ist, dass die Mobilitätsangebote in Frankfurt mit dem rapiden Wachstum der Mainmetropole mithalten können. „Frankfurt am Main am gehört zu den wichtigsten Wirtschaftsmetropolen Europas. Da ist es sehr wichtig, dass wir ein leistungsstarkes Angebot an Mobilitätsdienstleistungen bereitstellen. Im internationalen Standortwettbewerb ist dieser Faktor für Unternehmensentscheidungen von enormer Bedeutung“, sagte Frank.

Das neue kommunale Elektromobilitätskonzept wird Ziele und Maßnahmen vorschlagen, mit denen Politik und Verwaltung die Einführung und verstärkte Nutzung der Elektromobilität forcieren können. Dazu gehören Themen wie Ladeinfrastruktur, Wohnungsbau und Quartiersentwicklung, ÖPNV, kommunale und gewerbliche Fuhrparks, Intermodalität, Radverkehr, E-Carsharing und E-Taxis.

„Wir möchten mit dem Konzept Antworten auf die drängendsten Fragen in Sachen Elektromobilität geben. Hierzu müssen wir Bedarfe analysieren und Maßnahmen zu einer erfolgreichen alltäglichen Nutzung der Elektromobilität entwickeln. Dabei ist es uns sehr wichtig, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern Kooperations-möglichkeiten ausloten und möglichst kosteneffizient vorgehen“, betonte Ansgar Roese von der Wirtschaftsförderung Frankfurt während des Workshops.

Mit der Erstellung des Konzeptes wurde das Deutsche Dialog Institut in Kooperation mit der Verkehrsplanungsgesellschaft Inovaplan beauftragt. Der Leiter des Projekts zur Erstellung des Elektromobilitätskonzepts und Partner im Deutschen Dialog Institut, Bertram Harendt sagte, dass „die Zulassungszahlen für E-Fahrzeuge in Frankfurt erfreulicherweise über dem Bundesdurchschnitt liegen. Zugleich ist jedoch erkennbar, dass zeitnahe Investitionen in die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur dringlich erforderlich sind, auch für zahlreiche Unternehmen, die Lademöglichkeiten für eine betriebssichere Umstellung auf Elektrofahrzeuge benötigen. Die intensive Beteiligung der Stadtverwaltung und vielen Unternehmen in Frankfurt bei der Erstellung des Elektromobilitätskonzepts legt die Grundlage für ein gemeinsames und koordiniertes Vorgehen bei der späteren Umsetzung der Maßnahmen.“

Der Magistrat der Stadt Frankfurt wird das fertige Konzept zu Beginn des Jahres 2019 vorlegen.