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27.06.2018

Oberbürgermeister Feldmann wirbt in Kairo: ‚Frankfurt ist die Finanz-Hauptstadt der Europäischen Union!‘

(ffm) Oberbürgermeister Peter Feldmann hat während seines Besuches in Frankfurts Partnerstadt Kairo für den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen geworben. Dabei stellte er die Gemeinsamkeiten zwischen beiden Städten heraus und betonte die Attraktivität der Rhein-Main-Region für internationale Geschäftspartner. Frankfurt und Kairo sind seit 1979 durch einen Partnerschaftsvertrag verbunden. Der Oberbürgermeister besucht die Partnerstadt in Begleitung von Vertreten aus Politik und Wirtschaft.

Mohamed Hegazi (M) vom ägyptischen Entwicklungsministerium erhält in Kairo ein Geschenk von Oberbürgermeister Peter Feldmann (r), neben ihnen steht der Geschäftsführer der FrankfurtRheinMain GmbH, Eric Menges (l), 26. Juni 2018, © Stadt Frankfurt am Main
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„Beide Städte sind Wirtschaftszentren ihres jeweiligen Kontinents. Frankfurt ist nach der Brexit-Entscheidung noch stärker zu einem der Wirtschaftszentren Europas geworden und wird weiter an Bedeutung gewinnen, Ägypten hat die nach Südafrika stärkste Industrie Afrikas“, sagte der Oberbürgermeister. Beide Städte seien zudem hervorragend international angebunden. Dabei verwies Feldmann auf den Rhein-Main-Airport, „den einzigen Großflughafen der Welt, von dem Sie in nur 15 Minuten in die Innenstadt gelangen können. Zusätzlich hob er die Rolle des Finanzplatzes als Standort der EZB hervor: „Am Main werden alle Euro bezogenen Entscheidungen getroffen. Frankfurt ist tatsächlich die internaltionalste Großstadt der Europäischen Union!“, betonte der Oberbürgermeister während des Events „FrankfurtRheinMain meets Cairo“ am Dienstagabend, 26. Juni, (Ortszeit).

Dabei verwies der Oberbürgermeister auf die bereits bestehenden wirtschaftlichen Beziehungen. So plant das Architekturbüro Albert Speer + Partner die Stadterweiterung Badya City, 30 Kilometer westlich von Kairo. 150.000 Menschen sollen hier wohnen; zusätzlich sind 50.000 Arbeitsplätze geplant. Es handelt sich um einen der größten Aufträge des Büros. Umgekehrt trägt das bedeutende ägyptische Kreditinstitut Misr-Bank seit 25 Jahren zur Internationalität des Standortes bei.

Bereits am Vortag hatte Feldmann bei einem Treffen der Tourismuswirtschaft auf eine weitere Gemeinsamkeit hingewiesen. Das Frankfurter Unternehmen Glasbau Hahn hat für etliche ägyptische Museen Vitrinen gebaut. So schützt eine Hahn-Konstruktion die Maske des Pharaos Tutenchamun. Der Tourismus ist für Ägypten eine bedeutende Einnahmequelle. Das Land feiert ein Comeback dieses Wirtschaftsfaktors. 2017 hat sich die Zahl der deutschen Besucher auf 1,2 Millionen im Verhältnis zum Vorjahr fast verdoppelt, Tendenz steigend. „Zu dieser Entwicklung wollen wir im Rahmen unserer Städtepartnerschaft unseren Beitrag leisten“, sagte der Oberbürgermeister im Beisein der ägyptischen Tourismusministerin, Rania El Mashat.

Feldmann setzte seine Gespräche zum interkulturellen Dialog fort. So traf er am Dienstag mit Großscheich Ahmed El Tayyeb zusammen. Der Hochschullehrer gilt als die höchste Instanz des sunnitischen Islam und der islamischen Rechtsprechung. Er unterrichtete als Gastdozent an verschiedenen europäischen Universitäten wie etwa der Pariser Sorbonne. El Tayyeb sprach auf dem Evangelischen Kirchentag 2017. „Gemeinsam können wir dazu beitragen, in einer Zeit der Erschütterungen Brücken zwischen Religionen und Kulturen zu bauen. Dies geht nur auf der Basis von Toleranz und gegenseitigem Verständnis“, sagte der Oberbürgermeister nach dem Gespräch. Ebenfalls auf dem Programm stand ein interkultureller Erfahrungsaustausch mit dem Präsidenten der Al Azahr-Universität, Mohamed Hussein El Mahrezawi.