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Geschichte der Stadtverwaltung in Höchst

Die Verwaltungsstelle Höchst hat ihren Ursprung in der Verwaltung der ehemals selbstständigen Stadt Höchst am Main.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörten sowohl die große und mächtige Stadt Frankfurt am Main als auch die kleine Stadt Höchst am Main zum Preußischen Reich. Preußen hatte nach dem Ende des ersten Weltkrieges die Absicht gefasst, seine Kommunen zu stärken und zu zentralisieren. Größere Verwaltungseinheiten sollten geschaffen werden, damit wirtschaftlich starke Regionen entstehen.

Deshalb nahm im Jahre 1927 die Stadt Höchst mit der Stadt Frankfurt am Main Verhandlungen auf mit der Absicht, im Rahmen einer Eingemeindung möglichst viele Zusagen der Stadt Frankfurt am Main zur künftigen Entwicklung von Höchst zu erreichen. Ziel sollte es unter anderem sein, die Sonderstellung von Höchst als Unterzentrum im künftigen Frankfurter Westen zu bewahren.

Diesem Ziel diente vor allem die im Eingemeindungsvertrag vom 12.01.1928 vorgesehene Bezirksverwaltung von Höchst, die dem neuen Frankfurter Stadtteil Höchst ein hohes Maß von Eigenständigkeit und Selbstbestimmung garantierte und die ausdrücklich Teil des Gesetzes über die Eingemeindung (Eingemeindungsgesetz) wurde.

Nach den Ereignissen des Jahres 1933 wurde die Tätigkeit der Selbstverwaltung in Höchst stark eingeengt und schließlich wurde der Bezirksrat ganz aufgelöst. Im Jahre 1943 lief die im Eingemeindungsgesetz vorgesehene Übergangsfrist von 15 Jahren für die besonderen Regelungen der Eingemeindung ab, so dass nach Kriegsende kein Anspruch auf Wiedereinrichtung der Bezirksverwaltung bestand.

Stattdessen wurde ein Dezernat für Vorortangelegenheiten mit einer besonderen Verwaltungsstelle eingerichtet, die die Höchster Interessen gegenüber der Frankfurter Verwaltung vertreten sollte. Seit 1966 ist der jeweilige Oberbürgermeister bzw. die jeweilige Oberbürgermeisterin Dezernent / Dezernentin für Höchst und die westlichen Stadtteile.