Logo FRANKFURT.de

11.02.2020

25. internationale Tagung der Deutschen Gesellschaft zur Förderung der Unterwasserarchäologie

(ffm) Seit 1995 veranstaltet die Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Unterwasserarchäologie (DEGUWA) jährlich die internationale Tagung „In Poseidons Reich“ zu Themen der Unterwasserarchäologie.

Die diesjährige Tagung, zu der Teilnehmer aus aller Welt erwartet werden, findet von Mittwoch, 12. Februar, bis Montag, 17. Februar, in Frankfurt am Main statt. Kooperationspartner der DEGUWA ist dabei das Archäologische Museum, das für die Tagung nicht nur seine Räumlichkeiten in der Karmeliterkirche zur Verfügung stellt. Ein umfangreiches Rahmenprogramm gibt den internationalen Gästen zudem einen detaillierten Einblick in die Arbeit des Museums. So stehen beispielsweise für die Teilnehmer Workshops in den museumseigenen Restaurierungswerkstätten auf dem Programm. Schirmherr der Tagung ist Oberbürgermeister Peter Feldmann.

Im Rahmen von Exkursionen führen die Frankfurter Wissenschaftler um Direktor Wolfgang David darüber hinaus zu den archäologischen Höhepunkten im Stadtgebiet, so zur Kaiserpfalz franconofurd auf dem Domhügel, den Kasematten der barocken Stadtbefestigung an der Friedberger Bastion und auf den Archäologischen Rundweg zur römischen Stadt Nida in Heddernheim. Dabei wird ein besonderes Augenmerk der Bedeutung gelten, die die Flüsse Main und Nidda für die Entwicklung Frankfurts seit der Jungsteinzeit hatten.

Römischer Legionär auf einem Patrouillenboot auf dem Main, © Archäologisches Museum Frankfurt, Foto: Uwe Dettmar
Dieses Bild vergrößern.

Ein Höhepunkt ist der öffentliche Vortrag von Ronald Bockius vom Museum für antike Schifffahrt des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in Mainz zum Thema „Spuren altmediterraner Schiffbaustandards in der eisenzeitlichen Binnenschifffahrt Nordeuropas und Südostasiens“ am Samstag, 15. Februar, um 19 Uhr im Archäologischen Museum.

Die Stadt Frankfurt und das Archäologische Museum bieten damit einen ansprechenden Rahmen für die Tagung, bei der Forschungstaucher und Unterwasserarchäologen aus dem In- und Ausland über ihre aktuellen Forschungen berichten und sich miteinander austauschen.

Spektakuläre Entdeckungen haben in den letzten Jahrzehnten die Bedeutung der Unterwasserarchäologie für eine breitere Öffentlichkeit sichtbar gemacht. So erzielte in Deutschland die Bergung der Bremer Hansekogge große mediale Aufmerksamkeit.

Daneben existieren seit Jahren zum Teil längerfristig angelegte Forschungsprojekte beispielsweise am Bodensee und zahlreichen weiteren Binnengewässern sowie vor allem der Ostsee.

Die DEGUWA als Dachverband unterhält auf nationaler und internationaler Ebene fachliche Beziehungen zu Ämtern, Museen, Universitäten, Vereinen und Verbänden. Eine Grundidee des Verbandes ist es, Archäologen und Taucher in Abstimmung mit den Denkmalfachbehörden und den Sporttauchverbänden zusammenzuführen.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.deguwa.org im Internet.