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10.02.2020

Vortrag im Institut für Stadtgeschichte: Frankfurts Stadtbild im Wandel in den bewegten 1960er Jahren

Baustelle des AfE-Turms mit Kamin des Fernheizkraftwerks der Universität, 23. April 1970, © ISG FFM, S7FR Nr. 2837, Foto: Kurt Weiner
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(ffm) Am Montag, 17. Februar, beginnt die begleitende Vortragsreihe zur Ausstellung „Bewegte Zeiten: Frankfurt in den 1960er Jahren“ mit einem Vortrag von Kurator Markus Häfner über „Frankfurts Stadtbild im Wandel: Bauen für Kultur, Arbeiten und Wohnen“. Die Ausstellung „Bewegte Zeiten“ zeichnet ein facettenreiches Bild der 1960er Jahre und ist bis zum 8. November im Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster zu sehen.

Frankfurt diskutierte in den 1960er Jahren intensiv über sein Stadtbild: Was kommt zwischen Dom und Römer? Soll die Alte Oper wieder aufgebaut werden? Was hilft gegen die Wohnungsnot in der Stadt und wie kann das tägliche Verkehrschaos behoben werden? Wie kann Architektur die Bildungs- und Kulturvermittlung unterstützten? Was ist modern, was zweckmäßig, was abrissbedürftig?

Mit der Nordweststadt entstand ein neuer Stadtteil auf der grünen Wiese, der 1968 mit der ersten Frankfurter U-Bahn-Linie angeschlossen wurde. Die Ernst-Reuter-Schule und zahlreiche neue Universitätsgebäude standen für eine Bildungsoffensive. Die Farbwerke Hoechst schenkten ihrer Belegschaft zum Firmenjubiläum 1963 die Jahrhunderthalle. Ebenfalls 1963 eröffnete die moderne Theaterdoppelanlage am damaligen Theaterplatz, heute Willy-Brandt-Platz. Hochhäuser wie der Henninger Turm und der AFE-Turm wurden geplant und verwirklicht und kündigten weitere Hochbauten in der Stadt an. All diese Bauprojekte waren nicht unumstritten. Moderne Bauten und Betonmonolithe fanden nicht bei allen Anklang. Großbauprojekte wie die Nordweststadt bestimmen unser Stadtbild bis heute, andere sind schon wieder Geschichte. Markus Häfner gibt in seinem Vortrag anhand der architektonischen Gestaltung auch Einblicke in die gesellschaftlichen Vorstellungen vom Zusammenleben, Unterrichten und Lernen, Wohnen und Arbeiten in den bewegten 1960er Jahren.

Der Vortrag beginnt um 18 Uhr im Dormitorium des Karmeliterklosters, Münzgasse 9. Die Teilnahme kostet vier Euro, ermäßigt drei Euro. Es besteht nur ein begrenztes Platzangebot. Reservierungen sind nicht möglich.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.stadtgeschichte-ffm.de sowie auf http://www.facebook.com/isgfrankfurt und http://www.twitter.com/isg_frankfurt im Internet.