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09.01.2020

Außergewöhnliches Schulgebäude fertiggestellt

Baudezernent Schneider: Neubau der Ludwig-Weber-Schule setzt Akzente im Westen

(ffm) Die Ludwig-Weber-Schule in Sindlingen wird ab der kommenden Woche unter deutlich verbesserten Bedingungen arbeiten. Der in den vergangenen Jahren entstandene Neubau am Paul-Kirchhof-Platz wurde fertiggestellt und geht am Montag, 13. Januar, in Betrieb. Die Grundschule kann deshalb das Übergangsquartier auf dem Schulgelände räumen, in dem die rund 200 Schüler seit einigen Jahren unterrichtet wurden. „Ich freue mich, dass wir mit diesem außergewöhnlichen Neubau architektonische Akzente im Frankfurter Westen setzen konnten“, sagte Baudezernent Jan Schneider. „Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer finden hier in hellen und großzügigen Räumen ganz hervorragende Lern- und Arbeitsbedingungen vor.“

Stadtrat Jan Schneider, Porträt, © Foto: Alexander Paul Englert
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Entstanden sind Räume für eine zweizügige Grundschule mit Einstiegsklassen und einen inklusiven Ganztagsbetrieb mit Cafeteria und Küche sowie eine Sporthalle, die außerhalb der Schulzeiten auch Vereinen zur Verfügung steht. Die Projektleitung lag beim Amt für Bau und Immobilien.

Entworfen wurde das Gebäude von dem renommierten Stuttgarter Architekturbüro Behnisch. Es ist geprägt von offenen Lernlandschaften und großen Terrassen, die als qualitätsvolle Aufenthaltsbereiche und als „grünes Klassenzimmer“ genutzt werden können. Herzstück der Schule ist das Foyer mit einer dreigeschossigen, lichtdurchfluteten Treppenhalle. Von hier aus gelangt man direkt in den Mehrzwecksaal, die Cafeteria und die Küche sowie den Sportbereich. Die Klassenräume der Jahrgangsstufen 1 bis 4 befinden sich im ersten und zweiten Obergeschoss, ebenso wie die Fachräume für Kunst und Musik. Die einzelnen Räume sind durch großzügige Erschließungszonen verbunden, die als flexible Erweiterung der Klassenräume sowie als Erholungsbereich genutzt werden können.

Der Neubau wurde erforderlich, da sich eine Sanierung des in den 70er Jahren errichteten Bestandsgebäudes als unwirtschaftlich erwiesen hatte. Es wurde ab Dezember 2016 abgebrochen. 2017 starteten die Arbeiten für den Neubau. Fertiggestellt wurde die Schule im Herbst 2019. Lediglich an den Außenanlagen wird auch in den kommenden Monaten noch gearbeitet. Eine spätere Erweiterung der Schule ist im Entwurf des Architekturbüros bereits vorgesehen. In den jetzt realisierten ersten Abschnitt hat die Stadt Frankfurt am Main rund 24 Millionen Euro investiert.

Das seit 2015 von der Schule genutzte Holzgebäude wird in den kommenden Monaten demontiert und in Fechenheim für die Schule am Mainbogen neu aufgebaut. „Durch die modulare Bauweise können wir auch hochwertige Übergangsbauten an anderer Stelle wiederverwenden“, sagte Schneider. „Das erhöht die Flexibilität und ist zudem eine sehr wirtschaftliche Lösung.“