Logo FRANKFURT.de

04.12.2019

Frankfurter Nahverkehr: Mehr Angebot für mehr Fahrgäste

(ffm) Die Weiterführung der Straßenbahnlinie 14, ein Quartierbus für Niederrad, ein großer Fortschritt für den Nahverkehr in Gateway Gardens, ein dichteres Angebot für die wachsende Zahl an Fahrgästen und das Schließen von Lücken zwischen Nacht- und Tagesverkehr: Verkehrsdezernent Klaus Oesterling kann eine Vielzahl von Verbesserungen bei Bus und Bahn ankündigen, die zum Fahrplanwechsel am Sonntag, 15. Dezember, eingeführt werden. Das Fahrplanbuch, das ab sofort für 2,50 Euro an den bekannten Vorverkaufsstellen zu haben ist, dokumentiert sie alle. Es ist mit seinen rund 1600 Seiten auch in Zeiten von App und Internet für viele Nutzer von Bussen und Bahnen ein wichtiges Informationsmedium.

„Als wachsende Stadt mit derzeit rund 750.000 Einwohnern und über 375.000 täglichen Einpendlern steht Frankfurt am Main bei der nachhaltigen Gestaltung von Mobilität vor besonders großen Herausforderungen“, stellt der Verkehrsdezernent fest. „Der öffentliche Nahverkehr, den wir konsequent Schritt für Schritt ausbauen, ist dabei ein wesentlicher Schlüssel zur Lösung.“

Der Fokus in der zukunftsorientierten Entwicklung des Frankfurter Nahverkehrs liegt dabei gleichermaßen auf ökologischen wie ökonomischen Aspekten. „Schon heute leisten Frankfurts Busse und Bahnen mit einem dichten Netz und modernen, sauberen Fahrzeugen einen großen Beitrag zur umwelt- und kundenfreundlichen Mobilität in Deutschlands Pendlerhauptstadt“, führt Oesterling weiter aus. „Neben der konsequenten Umstellung auch des Busverkehrs auf emissionsfreie Antriebe werden wir für die wachsende Stadt höhere Mobilitätskapazitäten bereitstellen.“

Tom Reinhold, Geschäftsführer von traffiQ, formuliert den Anspruch der städtischen Nahverkehrsgesellschaft: „Wir wollen nicht nur ein Mitwachsen des Nahverkehrs am zunehmenden Verkehrsaufkommen, wir wollen einen höheren Anteil von Bussen und Bahnen am Modal Split. Dafür brauchen wir einen attraktiven, schnellen und zuverlässigen öffentlichen Nahverkehr.“

Im Paket zum jetzt anstehenden Fahrplanwechsel sind folgende Maßnahmen enthalten:
- Die Straßenbahnlinie 14 wird im Gallus über den Gustavsburgplatz bis zur Mönchhofstraße verlängert. Die Linie 21 fährt stets bis Nied Kirche.
- Die Straßenbahnlinien 12, 17 und 18 verkehren künftig am Samstag alle zehn Minuten statt alle 15 Minuten.
- Niederrad erhält mit der Buslinie 84 den seit langem gewünschten Quartierbus.
- Mit Eröffnung der S-Bahn-Station Gateway Gardens bekommt die Linie 77 eine neue Funktion als Verbindung zum zukünftigen Flughafen-Terminal 3 und der Cargo-City Süd.
- Zwei U-Bahn-Linien, drei Straßenbahnlinien und 17 Buslinien bieten zu den notwendigen Zeiten dichtere Takte oder mehr Platz durch zusätzliche Wagen oder den Einsatz von Gelenkbussen.
- Der Stundentakt, der noch auf fünf Buslinien zeitweise besteht, wird von einem Halbstundentakt abgelöst.
- Bei fünf Buslinien wird eine kleine Lücke zwischen Nacht- und Tagverkehr geschlossen.
- Neben den allgemeinen Angebotserweiterungen kommen auch im Schülerverkehr weitere Fahrten hinzu.

Nahverkehr als Mobilitätsalternative

Für Stadtrat Klaus Oesterling sind diese Maßnahmen ein weiterer Schritt, den Frankfurter Nahverkehr als nachhaltige Mobilitätsalternative in der Stadt konsequent weiterzuentwickeln: „Wir bleiben nicht stehen: Neue Schienenfahrzeuge sind bestellt. Der weitere Netzausbau ist in die Wege geleitet: Bei der U-Bahn befindet sich die Verlängerungsstrecke der Linie U5 ins Europaviertel im Bau. Die Planungen für die Verlängerung der selben Linie im Norden, von Preungesheim zum Frankfurter Berg, sowie der Linie U2 in Bad Homburg laufen. Möglichst bald soll die Entscheidung über die Variante für den Lückenschluss zwischen Bockenheimer Warte und Ginnheim fallen – ein dringend notwendiges Projekt zur Entlastung der stärksten Frankfurter U-Bahn- Strecke, auf der vier Linien im 2,5-Minuten-Takt verkehren.“

Darüber hinaus verweist der Dezernent auf die wichtigen Schienenprojekte in Frankfurt und in der Region, wie den viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke nach Bad Vilbel für die S6, die Regionaltangente West und die nordmainische S-Bahn.

Eine Aufstellung der Änderungen findet sich in dem beigefügten PDF.