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07.11.2019

Schranken halten Gravensteiner Platz von nun an autofrei

Straßensperre, © PIA Stadt Frankfurt am Main
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(ffm) Die letzten Tests waren erfolgreich, nun ist es Zeit für die Praxis: Die Stadt Frankfurt nimmt am Montag, 11. November, die drei Schrankenanlagen rund um den Gravensteiner Platz im Herzen des Frankfurter Bogens in Betrieb. Damit erfüllt sich ein seit Jahren gehegter Wunsch in der Bevölkerung, die Fußgängerzone autofrei zu halten. Künftig können nur noch Linienbusse und Rettungsfahrzeuge die Schranken passieren.

Autofahrer hatten in der Vergangenheit immer wieder eine Abkürzung über den Gravensteiner Platz genommen oder sogar ihr Fahrzeug dort abgestellt, obwohl das verboten ist. Nur Fahrräder sind in der Fußgängerzone erlaubt. Ursprünglich waren versenkbare Poller im Gespräch, um dem Treiben Einhalt zu gebieten. In Abstimmung mit dem Ortsbeirat entschied sich die Stadtverwaltung schließlich dafür, drei Schranken aufzustellen. Diese befinden sich unmittelbar auf Höhe des Wiesenhüttenstifts in der Gundelandstraße, an der Ecke Renettenstraße/Am Klarapfel und vor der Busspur in der Weilbrunnstraße. Zusätzliche Poller sorgen dafür, dass keine weiteren Schlupfwinkel für Kraftfahrzeuge übrigbleiben.

Die Schranken öffnen sich automatisch, sobald ein Linienbus passieren will. Dafür sorgt ein Chipsystem, das in den Bussen eingebaut wurde und per Funk von den Bediensäulen an den Schranken erkannt wird. Rettungsfahrzeuge können mit einem Feuerwehrschlüssel zufahren, der im ganzen Stadtgebiet verbreitet ist.

Der Wochenmarktbetrieb auf dem Gravensteiner Platz läuft an Freitagen wie gewohnt weiter. Mit einem Unterschied: Die bisher gültige Andienungsfläche wird bis zum Rand der Fußgängerzone erweitert, die Betreiber der Marktstände kommen mit ihren Fahrzeugen über die Weilbrunnstraße zu ihrer Stellfläche.

Wenn Anwohner der Gravensteiner Arkaden eine Ausnahmegenehmigung benötigen, beispielsweise wegen eines Umzugs, bekommen sie diese über das Straßenverkehrsamt – der erforderliche Zugangsschlüssel für die Schranken wird für den Zeitraum dann ausgehändigt. Die Stadt Frankfurt investiert in die Schrankenanlagen und weiteren Sicherungssysteme insgesamt rund 85.000 Euro.