Logo FRANKFURT.de

01.11.2019

Planungsdezernent Josef erläutert weitere Schritte zum ,Neuen Stadtteil der Quartiere‘

Sozial- und klimagerechtes Modellprojekt des Großen Frankfurter Bogens

(ffm) Planungsdezernent Mike Josef und der Vorsitzende des Consiliums, Uli Hellweg, haben am Freitag, 1. November, während einer Pressekonferenz den aktuellen Sachstand und die weiteren Schritte der vorbereitenden Untersuchungen zu einem „Neuen Stadtteil der Quartiere“ im Frankfurter Nordwesten vorgestellt.

„Die Untersuchungsergebnisse zu Landschaftsraum, Biotop- und Nutzungsstrukturen, Entwässerung, Lärm, Klima, Verkehr und elektromagnetischen Felder liegen vor“, berichtete Stadtrat Josef. „Die zugrunde liegenden Gutachten zeigen aus fachlicher Sicht grundsätzlich keine unüberwindlichen Hürden.“ Die Gutachten werden im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung, die am Donnerstag, 28. November, um 18 Uhr im Planungsdezernat stattfindet, vorgestellt. Bei dieser Veranstaltung besteht für Bürger die Möglichkeit, sich detailliert über die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen und die weiteren geplanten Schritte zu informieren. Parallel dazu führt das Planungsdezernat Gespräche zur politischen Abstimmung des Projekts fort, insbesondere mit den regionalen Gremien und den Nachbarkommunen.

„Wir begrüßen den Ansatz des Großen Frankfurter Bogens, den Staatsminister Al-Wazir kürzlich vorgestellt hat“, sagte Josef. „Der ‚Neue Stadtteil der Quartiere‘ könnte aufgrund seiner hervorragenden ÖPNV-Anbindung als Auto-armes Modellprojekt den Auftakt zum ‚Großen Frankfurter Bogen‘ liefern. Wir laden alle Nachbarkommunen ein, an dieser Idee mitzuwirken.“

Als nächsten Schritt kündigte Josef an, dass Teams aus Stadt- und Landschaftsplanern räumliche Studien und Planungsvorschläge zu Städtebau und Landschaft erarbeiten sollen. Nach einem vorgeschalteten Auswahlverfahren werden voraussichtlich sechs Teams beauftragt. Die Bearbeitungszeit für die Planungsbüros beträgt rund sechs Monate, Ergebnisse sollen im November 2020 vorliegen.

Mike Josef sagt: „Bürgerinnen und Bürger sollen sich aktiv in den Entwurfsprozess einbringen können. Im November 2019 geht es los, im kommenden Jahr werden mehrere Dialogveranstaltungen folgen, bei denen Bürgerinnen und Bürger den Entwurfsteams direkte Hinweise mit auf den Weg geben können.“

Der Stadtplaner Uli Hellweg berichtete von der Sitzung des Consiliums am 30. Oktober: „Auf der Grundlage ausgezeichneter Vorarbeiten konnte das Consilium bereits in seiner ersten Arbeitssitzung wichtige Hinweise zur Weiterentwicklung des Frankfurter Nordwestens geben. Das Consilium empfiehlt der Stadt, dem Thema der Landschaft in der städtebaulichen Planung eine größere Bedeutung zuzumessen, ohne deshalb die herausragende Standortqualität an Regional-, S- und U-Bahn zu vernachlässigen. Das Zielbild sollte daher ein neuer Stadtteil von landschaftlich eingebetteten urbanen Quartieren sein, die schrittweise gebaut werden können.“

Das Consilium ist mit externen Experten unterschiedlicher Disziplinen besetzt und setzt sich mit Fragen zur Stadtentwicklung, zur Architektur, zum Verkehr und zur Freiraumplanung sowie zu Beteiligungsverfahren auseinander. Das Consilium hat ferner die Aufgabe, Erfahrungen in anderen Städten und seine Expertisen in das Verfahren einzubringen.

Wie von den Stadtverordneten beschlossen, wurden die Empfehlungen des Consiliums bereits am Donnerstag, 31. Oktober, im Planungsdezernat auch mit Vertretern aus dem Regionalverband, den Nachbarkommunen, den Ortsbeiräten 7 und 8 sowie dem Planungsausschuss der Stadt Frankfurt erörtert und diskutiert.

Mit dem „Neuen Stadtteil der Quartiere“ sollen im Frankfurter Nordwesten etwa 8000 bis 12.000 Wohnungen entwickelt und der Grüngürtel mit dem Regionalpark verbunden werden. Damit soll die steigende Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen befriedigt und das Angebot an gestalteten Park- und Grünflächen erhöht werden. Gegenwärtig laufen hierfür die vorbereitenden Untersuchungen gemäß § 165 Abs. 4 Baugesetzbuch (BauGB). Dabei sollen Grundlagen für die Entscheidung gewonnen werden, ob dort eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme durchgeführt werden kann.

Die Flächen innerhalb des Untersuchungsbereichs werden dahingehend untersucht, wie eine Umwandlung zu Wohn-, Misch- und/oder Gewerbeflächen sowie Park- und Grünanlagen möglich ist. Hier soll gerade auch im freifinanzierten Segment bezahlbarer Wohnraum entstehen.

Im Anhang befinden sich zwei PDF-Dokumente mit weiteren Details zum ,Neuen Stadtteil der Quartiere‘ zum Download.