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18.10.2019

Frankfurter Jugendring und Stadtschülerrat starten Prozess zur Erstellung eines stadtweiten Beteiligungskonzepts für Kinder und Jugendliche in Frankfurt

Logos Frankfurter Jugendring (FJR) und StadtschülerInnenrat Frankfurt am Main (SSRffm), © Frankfurter Jugendring (FJR), StadtschülerInnenrat Frankfurt (SSRffm)
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(ffm) Julien Chamboncel, Vorstandsmitglied des Frankfurter Jugendrings, und Paul Harder, Stadtschul-sprecher, geben die offizielle Gründung des stadtweiten „Arbeitskreises (AK) Partizipation“ und die Arbeitsaufnahme der Planungsgruppe aus beiden Jugendorganisationen bekannt. Ziel ist es, innerhalb der nächsten zwei Jahre ein ganzheitliches Beteiligungskonzept für Kinder und Jugendliche in Frankfurt zu erstellen und von der Stadt beschließen zu lassen. Dieses Konzept sollte nicht nur den Weg für ein Jugendparlament in Frankfurt ebnen, sondern auch die Beteiligungsformen eruieren, die auf Stadtteil- und Ortsbezirksebene für einen niedrigschwelligen und altersgerechten Zugang für junge Menschen unentbehrlich sind.

Begleitet und unterstützt wird die Arbeit der beiden größten Jugendorganisationen der Stadt von über 30 Personen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Gesellschaft. Diese bringen ihre jeweilige Expertise in die Planungsgruppe ein. Durch sie wird auch ersichtlich, dass es heute in Frankfurt einen überparteilichen und ämterübergreifenden Konsens für das Projekt gibt. „Die Breite und Vielfalt der Mitglieder des Arbeitskreises zeigen uns eindeutig, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Mit großer Freude stellen wir eine hohe Bereitschaft seitens der Mitglieder fest, uns zu unterstützen“, sagt Julien Chamboncel.

Die Planungsgruppe nimmt ihre Arbeit auf und die ersten Termine stehen schon fest. Auf Einladung des Oberbürgermeisters wird ab Dezember monatlich eine Schule besucht, um das Projekt vorzustellen und Input für den Prozess zu sammeln. „Was unsere Arbeitsorganisation angeht, wollen wir möglichst transparent agieren, da wir von uns nicht behaupten können, dass wir die Partizipation stärken wollen, wenn wir selbst nicht partizipativ sind“, betont Paul Harder. Deshalb sind weitere Interessierte im Arbeitskreis und für die Arbeit mit der Planungsgruppe stets willkommen. Neben den Besuchen in Schulen wird ab nächstem Jahr aktiv mit Jugendverbänden und Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit gearbeitet, da diese wichtige Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche in den Stadtteilen darstellen. Auch die Zusammenarbeit mit Ortsbeiräten, Quartiersmanagements und weiteren lokalen Initiativen, die sich für das Thema einsetzen wollen, werden bei der Erstellung des Gesamtkonzepts von großer Bedeutung sein.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt dazu: „Es ist nicht selbstverständlich, dass Jugendliche die Initiative ergreifen und von sich aus einen demokratischen Raum ins Leben rufen wollen, in dem sie sich treffen, um gemeinsam zu verändern, was sie stört. Ein Jugendparlament ist aber notwendig, damit Jugendliche Demokratie nicht nur abstrakt kennenlernen. Sie müssen das aktiv erleben können. Sie können gemeinsam Ideen entwickeln, Mehrheiten bilden und auch lernen zu streiten. Genau das brauchen wir in politisch unsicheren Zeiten, in denen wir unser demokratisches Gemeinwesen gegen Angriffe verteidigen müssen. Deshalb unterstütze ich als Oberbürgermeister die Forderung des Jugendrings und das Stadtschülerrates.“

Die vollständige Pressemitteilung ist als PDF-Dokument zum Download beigefügt.