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12.09.2019

Das Fachamt für ein besseres Miteinander

Feierstunde 30 Jahre AmkA in der Paulskirche: (l-r) AmkA-Amtsleiter Armin von Ungern-Sternberg, Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber, Prof. Naika Foroutan von der Humboldt-Universität Berlin und Oberbürgermeister Peter Feldmann, 12. September 2019, © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Heike Lyding
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Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten wird 30 und beginnt ein neues Kapitel

(ffm) Bereits vor 30 Jahren hat die Stadt Frankfurt am Main mit einem eigenständigen Dezernat und dem zugehörigen Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) politische Strukturen geschaffen, um die Vielfalt in unserer multikulturellen Mainmetropole chancengerecht und diskriminierungsfrei zu gestalten.

Das AmkA ist heute nicht nur die älteste, sondern auch die größte kommunale Einrichtung rings um alle Fragen von Einwanderung, Diversität und Antidiskriminierung in der Bundesrepublik.

„Das passt zu Frankfurt - und das passt in unsere Zeit“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann in seiner Würdigung am Donnerstag, 12. September. „Zuwanderung, Integration, Antidiskriminierung, Zusammenhalt sind die großen gesellschaftlichen Themen, auch europaweit. Das AmkA ist ein klares Zeichen für alle Menschen in dieser Stadt, dass wir Internationalität ernst nehmen. Mit seiner Expertise, zahlreichen Projekten und Beratungsangeboten ist das AmkA als zentrale Fach- und Anlaufstelle für Belange der hier lebenden Menschen nicht mehr wegzudenken.“

Unsere Stadt wächst. Das Integrationsdezernat und das Amt für multikulturelle Angelegenheiten arbeiten seit drei Jahrzehnten daran, die Herausforderungen zu gestalten und die Potenziale zu nutzen. Das Spektrum ist groß und hat sich seit der Gründung 1989 immer wieder erweitert. Das AmkA arbeitet heute zu den Themen Aufenthalt, Bildung und Arbeitsmarkt, Deutscherwerb und Mehrsprachigkeit, Eltern- und Familienarbeit, Gesundheit, Alter und Migration, zu politischer Bildung und Antiradikalisierung, zu sexueller Identität und zu vielem anderen mehr. Dabei ist Zusammenarbeit mit anderen städtischen Ämtern, verschiedenen Institutionen und Organisation und nicht zuletzt mit vielen Vereinen, Initiativen und Communitys besonders wichtig. Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten versteht sich als koordinierende Fach- und Informationsstelle mit Querschnittsfunktion. So ist die zentrale Rolle des AmkA auch im Frankfurter Integrations- und Diversitätskonzept von 2010 formuliert.

„Im Koalitionsvertrag von 2016 haben wir dieses Ziel erneut bekräftigt: Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten wird in seiner Brückenfunktion für alle integrativen Maßnahmen innerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung gestärkt und zu einer Anlaufstelle für alle Fragen der Integration und Teilhabe weiterentwickeln“, sagte Sylvia Weber, Integrations- und Bildungsdezernentin. „Dies spiegelt sich in der gewachsenen Zahl an Mitarbeitenden und neuen stadtweiten Aufgaben, etwa im Bereich der Interkulturellen Öffnung, Bildung und Beratungsarbeit.“

Zu seinem 30-jährigen Bestehen ist das AmkA in die Liegenschaft in der Mainzer Landstraße 293 gezogen und übernimmt die Verantwortung für dieses große Projekt. Im stadtRAUMfrankfurt arbeiten städtische Ämter und Organisationen Tür an Tür mit Gemeinschaftsbüros und offenen Räumen für die Zivilgesellschaft. „Wir haben das AmkA in seinen bisherigen Aufgaben gestärkt. Mit dem stadtRAUMfrankfurt gehen wir zum 30-jährigen Jubiläum jetzt einen weiteren wichtigen integrationspolitischen Schritt und positionieren das AmkA in einer zusätzlichen prominenten Funktion.“

„Der stadtRAUMfrankfurt wird ein neuer Ort des Miteinanders. Er führt die gute Frankfurter Tradition von Bürgerhäusern und Bildungsvereinen fort in den Alltag der Frankfurter multikulturellen Stadtgesellschaft“, sagte Armin von Ungern-Sternberg, Leiter des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten.

In einer Feierstunde anlässlich des Jubiläums am 12. September in der Paulskirche ist Prof. Naika Foroutan der Frage nachgegangen, wie wir gemeinsam eine inklusive und vielfältige Gesellschaft gestalten können.

Alle, die den stadtRAUMfrankfurt näher kennenlernen möchten, haben am Samstag, 19. Oktober, dazu eine besondere Gelegenheit. Das AmkA lädt von 14 bis 22 Uhr anlässlich seines 30. Geburtstags in die Mainzer Landstraße ein. Mitmachen, mitreden, miterleben: Über das Haus verteilt erwartet die Gäste Unterhaltsames und Anregendes. Von einem Vielfaltsforum über Workshops bis hin zu Musik und Ausstellungen: Die Besucherinnen und Besucher können das AmkA und das neue Gebäude kennenlernen, erfahren mehr über die Arbeit und sehen, welche Möglichkeiten der neue Standort stadtRAUMfrankfurt bietet. Der Programmablauf findet sich ab Ende September auf http://www.amka.de/30 .

Bei Fragen zu den Angeboten im stadtRAUMfrankfurt, zum Ankommen in Frankfurt oder zu Kontakt zu Communitys, Vereinen und Behörden in der Stadt hilft die Vermittlungsstelle AmkA.Info weiter. Die Kolleginnen sind telefonisch unter 069/212-41515 erreichbar, per E-Mail an amka.info@stadt-frankfurt.de und persönlich Montag und Dienstag, 11 bis 15 Uhr, und Donnerstag, 14 bis 18 Uhr vor Ort.