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21.08.2019

Für ein verträgliches Miteinander – das Bahnhofsviertel ist für alle da

Stadtrat Stefan Majer, © Foto: Albrecht Fuchs
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Konzertierte Aktion von Drogenreferat, Träger der Drogenhilfe im Bahnhofsviertel, Geschäftsstelle des Präventionsrats, Polizei, Stadtpolizei und Stabsstelle Sauberes Frankfurt

Gemeinsam werden das Drogenreferat, Träger der Drogenhilfe im Bahnhofsviertel, Polizei und Stadtpolizei, die Geschäftsstelle des Präventionsrats und die Stabstelle Sauberes Frankfurt für mehr Rücksichtnahme im öffentlichen Raum und ein verträgliches Zusammenleben im Bahnhofsviertel eintreten. In der Montagsrunde, einer zentralen Institution des Frankfurter Wegs der Drogenpolitik, haben sich die beteiligten Akteure auf eine konzertierte Aktion in den besonders belasteten Bereichen Niddastraße mit Karlsplatz, Elbestraße und mittlere Taunusstraße verständigt, um die Situation zu entspannen und einer weiteren Eskalation vorzubeugen. Im Bahnhofsviertel treffen täglich Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten und sozialen Zusammenhängen auf engstem Raum aufeinander. „Das führt zu Problemen, die wir nur gemeinsam, mit den Kompetenzen und Möglichkeiten aller Beteiligten angehen können“, erklärt Gesundheitsdezernent Stefan Majer.

Vorgesehen ist ein gestuftes Verfahren mit verteilten Aufgaben:
Für die Drogenhilfe werden die Streetworker von OSSIP (Offensive Sozialarbeit, Sicherheit, Intervention und Prävention) Drogenabhängige verstärkt auf die Regeln eines verträglichen Miteinanders hinweisen. Dazu gehört etwa, Gehwege nicht zu belagern, Abfall in Mülleimer zu werfen, Toiletten der Einrichtungen zu benutzen, nicht öffentlich zu konsumieren, sondern die Konsumräume zu nutzen und dort auch benutzte Spritzen abzugeben. Sie weisen außerdem auf Hilfeangebote hin, vermitteln und begleiten Drogenabhängige in Einrichtungen oder organisieren Shuttlefahrten.

Polizei und Stadtpolizei werden in den Brennpunkten verstärkt Streife laufen und bei Regelverstößen eingreifen. Dazu Polizeipräsident Gerhard Bereswill: „Im Rahmen der konzertierten Aktion werden wir auch den Druck auf die Drogenhändler noch weiter erhöhen.“

„Wir wollen mit der Aktion aber sehr offensiv auf die Einhaltung der Regeln und mehr Rücksichtnahme dringen und dies für einen bestimmten Zeitraum in den Vordergrund unserer Arbeit stellen, um Verhaltensänderungen zu bewirken“, erklärt Stadtrat Frank.

Die Aktion läuft seit vergangenem Montag und soll einen Monat laufen. „Danach ziehen wir Bilanz“, sagt Majer.

Weitere Bausteine der Aktion:

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  • Das Drogenreferat veröffentlicht den Infoflyer „Für ein verträgliches Miteinander im Bahnhofsviertel“, den die Streetworker von OSSIP verteilen.
  • In den Drogenhilfeeinrichtungen werden Plakate mit Regeln für ein verträgliches Miteinander ausgehängt.
  • Die Stabsstelle Sauberes Frankfurt als weitere Partnerin organisiert während der Aktion Reinigungsintervalle durch das cleanffm Team der FES, stellt zusätzliche Abfallkörbe im Bereich der Drogenhilfeeinrichtungen auf und lässt nach Anforderung der Stadtpolizei zweimal wöchentlich illegalen Sperrmüll abfahren.
  • Nicht zuletzt beteiligen sich auch Drogenabhängige selbst an der Aktion. Die Fegerflotte, ein Arbeitsprojekt des vae e.V., wird werktäglich zwei Runden laufen und vor den Einrichtungen kehren und Müll einsammeln.