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15.08.2019

Neue leitende Kuratorin für das Ikonen-Museum

(ffm) Die Suche nach einer neuen leitenden Kuratorin für das Ikonen-Museum Frankfurt ist abgeschlossen, teilen Kulturdezernentin Ina Hartwig und der Direktor des Museum Angewandte Kunst, Matthias Wagner K, mit. Konstanze Runge übernimmt zum 1. September als Kuratorin die Leitung des Museums, das organisatorisch als Abteilung des Museum Angewandte Kunst geführt wird. Die 47-jährige Kultur- und Geisteswissenschaftlerin arbeitete bis Mai 2018 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Religionswissenschaft und Kuratorin der Religionskundlichen Sammlung der Philipps-Universität Marburg.

„Ich bin sehr froh, dass wir Konstanze Runge als neue leitende Kuratorin für das Ikonen-Museum gewinnen konnten. Sie wird das Museum mit ihrer Fachkenntnis und kuratorischen Erfahrung aufwerten, weiterentwickeln und breiteren Bevölkerungsgruppen zugänglich machen“, erklärt Kulturdezernentin Hartwig. Das Haus wird auch zukünftig im Deutschordenshaus am Sachsenhäuser Mainufer zu finden sein.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir mit Konstanze Runge eine hervorragende Wissenschaftlerin und Kuratorin für das vielschichtige und sensible Thema der (Re-)Präsentation von religiösen Objekten im Museum und einer damit verbundenen Visualisierung und Materialisierung von Religionen und Kulturen gefunden haben“, sagt Matthias Wagner K.

Konstanze Runge wurde 1971 in Halle/Saale geboren, studierte Religionswissenschaft, Völkerkunde und Semitistik in Marburg. Längere Studien- und Forschungsaufenthalte führten sie vor allem nach Nordafrika, Äthiopien und Russland. Nach einer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Religionswissenschaftlichen Medien-und Informationsdienst REMID arbeitete sie bis Mai 2018 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Religionswissenschaft und als Kuratorin der Religionskundlichen Sammlung der Philipps-Universität Marburg. Dabei sammelte sie auch Museumserfahrung in London und Sankt Petersburg und kuratierte verschiedene Sonderausstellungen. Sie ist Herausgeberin von „Von Derwisch-Mütze bis Mekka-Cola. Vielfalt islamischer Glaubenspraxis“ (2013; mit Edith Franke) und „Es gibt keinen Gott! Kirche und Religion in sowjetischen Plakaten“ (2015; mit Andrey Trofimov).

Seit 2004 war sie regelmäßig in der pädagogischen Projektarbeit mit Kindern bei der Evangelischen Familienbildungsstätte Marburg tätig. Konstanze Runge hat ihre Dissertation zur Kontextualisierung religiöser Objekte in den Gründungsphasen des Leningrader Museums der Geschichte der Religion und der Marburger Religionskundlichen Sammlung geschrieben. Sie tritt im Ikonen-Museum die Nachfolge von Richard Zacharuk an, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand verabschiedet wurde.