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14.08.2019

Gute Nachricht für die Multifunktionsarena am Kaiserlei

Stadtrat Markus Frank (l) und Stadtrat Jan Schneider (r), © Stadt Frankfurt am Main (l), Alexander Paul Englert (r)
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Bieterkonsortium Langano kündigt Finanzierung ohne Bürgschaft an

(ffm) Die Planungen für eine Multifunktionsarena in Frankfurt am Standort Kaiserlei sind einen entscheidenden Schritt vorangekommen: Das Bieterkonsortium Langano hat heute der Stadt Frankfurt am Main mitgeteilt, dass es ein alternatives Finanzierungskonzept vorlegen kann. Die beiden Stadträte Jan Schneider und Markus Frank zeigten sich erfreut, dass das Thema Landesbürgschaft damit vom Tisch ist und die weiteren Vorbereitungen zur Vergabe eines Erbbaurechts an Langano fortgeführt werden können.

Langano hatte sich im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens um Bau, Finanzierung und Betrieb einer Multifunktionsarena am Kaiserlei beworben und den Status als „erster Gesprächspartner“ erhalten. Pluspunkte in der Bewerbung waren die vereinsfreundlichen Konditionen für die beiden Frankfurter Teams, die in der Halle Eishockey und Basketball spielen sollen, der städtebaulich kompakte Ansatz und die regionale Ausrichtung in der Betriebsführung.

Kritisch gesehen wurde der Wunsch des Investors nach einer Landesbürgschaft, die mit einer anteiligen städtischen Rückbürgschaft gegenüber dem Land abgesichert werden müsste. In den Gesprächen der vergangenen Wochen zeigte sich, dass es für den Weg der Landesbürgschaft keine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung gibt. Das Bieterkonsortium hat darauf reagiert und die Stadt Frankfurt darüber informiert, dass es das Projekt mit einem weiteren Kapitalanteil absichern und kurzfristig eine Finanzierung ohne Bürgschaft vorlegen werde.

Bau- und Immobiliendezernent Jan Schneider bedauert, dass die Verhandlungen in den vergangenen Monaten durch die Frage der Akzeptanz einer Bürgschaft ausgesetzt waren. Mit der klaren Botschaft „Multifunktionsarena ohne Bürgschaft“ könne er nun die nächsten Schritte einleiten, um das ambitionierte Projekt des Koalitionsvertrages gemeinsam mit dem Sportdezernenten zu realisieren. Das Bieterkonsortium soll ein Erbbaurecht für eine insgesamt rund 25.000 Quadratmeter große Fläche erhalten, die sich im Eigentum der Stadt Frankfurt und der stadtnahen Stiftung Allgemeiner Almosenkasten befindet. Schneider bewertet das bisherige Verfahren als äußert anspruchsvoll: „Für derart komplexe Grundstücksgeschäfte braucht es einen besonders langen Atem. Bei dem interkommunalen Projekt mit der Stadt Offenbach waren schon die Klärung der zur Verfügung stehenden Grundstücke aufgrund des Umlegungsverfahrens auf Offenbacher Seite sowie der Umbau des Kaiserleikreisels besondere Herausforderungen.“

Markus Frank ist erleichtert, dass die Hürde der Finanzierung genommen ist und alle Beteiligten sich wieder mit Freude dem Projekt widmen können. Er hofft, dass die in den vergangenen Wochen wegen der umfangreichen Verhandlungen entstandene Verunsicherung bei den Sportvereinen nunmehr beseitigt werden kann und diese sich auf ihre weitere sportliche Entwicklung freuen können. An Mutmaßungen über Realisierungschancen der außerhalb des Ausschreibungsverfahrens neu ins Gespräch gebrachten Mega-Multifunktionsarena am Flughafen wolle er sich aktuell nicht weiter beteiligen. Aber selbstverständlich werde er sich die Pläne der Katz-Group, die diese vergangenen Freitag in einer Pressekonferenz vorgestellt hatten, auch präsentieren lassen. „Vielleicht verträgt Frankfurt am Main ja zwei Multifunktionsarenen,“ sagt der Sportdezernent schmunzelnd. „Wie man sieht, hat das internationale Interesse an dem Projekt ja belebend gewirkt.“