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13.08.2019

Magistrat beschließt Integriertes Stadtentwicklungskonzept 2030+

Wichtiger Meilenstein für Frankfurts Stadtentwicklung

(ffm) Oberbürgermeister Peter Feldmann, Bürgermeister Uwe Becker, Stadträtin Rosemarie Heilig und Stadtrat Mike Josef haben am Dienstag, 13. August, gemeinsam den Beschluss zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept 2030+ vorgestellt. Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat in seiner Sitzung am 5. August beschlossen, dass das Integrierte Stadtentwicklungskonzept als strategischer Orientierungsrahmen und als Handlungskonzept für die mittelfristige Stadtentwicklung dient. Alle Dienststellen der Stadt Frankfurt am Main sind gehalten, zur Realisierung der darin formulierten Ziele beizutragen und die Handlungsanweisungen zu beachten. Das Konzept muss künftig auch bei Bebauungsplänen berücksichtigt werden. Die im integrierten Stadtentwicklungskonzept Frankfurt 2030+ aufgeführten Leitprojekte und –Initiativen sollen umgesetzt, die Entwicklung der festgelegten Schwerpunkträume der Stadtentwicklung koordiniert und ressortübergreifend vorbereitet werden.

Oberbürgermeister Peter Feldmann: „Der Bau und Erhalt bezahlbarer Wohnungen ist die zentrale Herausforderung Frankfurts. Wir kämpfen für eine Stadt für alle, für eine Stadt, die für die große Mehrheit bezahlbar bleibt. Zugleich haben wir aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Wir wollen menschen- und keine autogerechten Stadtquartiere. Wir wollen durch Stadtteile mit maximaler Lebensqualität und mit klimagerechtem Bauen unseren Beitrag gegen den Klimawandel leisten. Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept wurde unter diesen Vorgaben erarbeitet, es zeigt Potenzial für 70.000 bis 90.000 neue, bezahlbare Wohnungen auf. Damit aus Ideen und Konzepten Realität wird, fordere ich alle Beteiligten auf, mit unserem Stadtrat Mike Josef und mir konsequent an der Durch- und Umsetzung der Ziele zu arbeiten. Viele Familien und Arbeitnehmer, die in Frankfurt händeringend eine bezahlbare Wohnung suchen oder Angst davor haben aus ihrem Zuhause vertrieben zu werden, setzen Hoffnungen in uns. Wir, das Land Hessen und der Regionalverband dürfen sie nicht enttäuschen!“

Der Oberbürgermeister lobt Planungsdezernent Mike Josef dafür, dass 2018 mit über 7000 Baugenehmigungen ein „neuer Nachkriegsrekord aufgestellt wurde, der Mut macht. Stadtrat Mike Josef beweist, dass es geht, ich fordere alle auf, ihn in seiner wichtigen Arbeit bestmöglich zu unterstützen.“

Bürgermeister Uwe Becker: „Frankfurt am Main wächst, das bedeutet wir benötigen zusätzliche Flächen für Wohnraum, Gewerbe, Freizeit und Erholung. Denn bei der Weiterentwicklung der Stadt muss gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels auf eine gesunde Balance zwischen bebauten Flächen und Freiräumen geachtet werden. Da der Wohlstand Frankfurts in hohem Maße von seiner Wirtschaftskraft abhängt, sind natürlich gewerbliche und industriell zu nutzende Flächen von besonderer Bedeutung. Damit Frankfurt eine diversifizierte Wirtschaftsstruktur behält, um die notwendigen Einnahmen zu sichern und Arbeitsplätze anbieten zu können, kommt diesem Feld besondere Beachtung zu.“

Stadträtin Rosemarie Heilig: „Vor dem aktuellen Hintergrund der fortschreitenden Klimakrise muss Stadtplanung vom Grün her gedacht werden. Klimaanpassung sowie der Klimaschutz müssen bei der Stadtplanung eine zentrale Rolle einnehmen. Die Stadt wächst, in gleichem Maße müssen auch die Grünflächen wachsen. Zugleich muss der Spagat gelingen, dass Flächen nicht unnötig versiegelt werden. Wenn neue Stadtquartiere entstehen, müssen diese maximal nachhaltig sein mit so wenig Eingriffen in die Natur wie möglich. Die Grünflächen sollen besser vernetzt und aufgewertet werden. Der GrünGürtel bleibt weiterhin unberührt und es wird ein Arten- und Biotopschutzkonzept entwickelt. Neue Stadtquartiere brauchen Brauchwassersysteme und Energiekonzepte, welche die klimapolitischen Ziele der Stadt – 100% erneuerbar in 2050 – im Blick haben.“

Stadtrat Mike Josef: „Ich setze mich für eine sozial- und klimagerechte Stadtentwicklung ein. Dazu gehört für mich, dass wir Siedlung und Freiraum zusammenplanen, dass wir die Gestaltung unserer Stadt vom öffentlichen Raum her denken, dass wir Perspektiven für Arbeitsplätze aufzeigen, und dass wir den Grüngürtel schützen. So wie sich unserer Stadt in den vergangenen 100 Jahren verändert hat, wird sie sich auch in den kommenden 100 Jahren weiterentwickeln. Wir müssen unsere Stadt mit einem positiven Gestaltungswillen voranbringen, sonst werden wir von dieser Entwicklung überrannt. Mit dem ISTEK geben wir weitreichende Handlungsempfehlungen, für die Zukunft unserer und das Zusammenleben in unserer Stadt. Deswegen ist es wichtig, dass der Magistrat dem Konzept nach langem Ringen zugestimmt hat.“

In dem Konzept wurden sechs Entwicklungsstrategien für gesamtstädtisch relevante Themenfeldern definiert (Frankfurt für Alle, Dynamische Wirtschaftsmetropole, Mehr Frankfurt, Umwelt- und klimagerechtes Frankfurt, Die Region ist die Stadt, Stadtentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe) und hierzu konkrete Handlungsanweisungen und Leitprojekte vorgeschlagen. Außerdem wurden acht Schwerpunkträume von gesamtstädtischer Bedeutung mit besonders hohen Chancen für die weitere städtebauliche Entwicklung gesehen, für die erhöhte Koordinations- und Abstimmungsbemühungen zwischen öffentlichen und privaten Akteur besteht.

Weitere Informationen gibt es auch unter https://www.stadtplanungsamt-frankfurt.de/show.php?ID=18269&psid=2h217jc3pc3bgknd1ji8hk4gr4, https://www.stadtplanungsamt-frankfurt.de/show.php?ID=17556&psid=3q5bq350cs4uf6skv9ubre4f15 sowie allgemein unter https://www.stadtplanungsamt-frankfurt.de und den beigefügten PDF-Dateien.