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12.07.2019

Sommerbaustelle: Die umfangreichen Arbeiten an der A-Strecke sind im Gang

‚Schaustelle Heddernheim‘ bietet Einblicke

(ffm) Sechs Wochen fahren keine U-Bahnen, aber Arbeiter sind kaum zu sehen? Typisch VGF! Typisch? Weit gefehlt: Die Arbeiten, die zur Sperrung der Linien U1, U2, U3 und U8 in den Sommerferien führen, finden größtenteils untertage statt – im Tunnelabschnitt zwischen Südbahnhof und Miquel-/Adickesallee. Aber auch oberirdisch sind in der zweiten Woche der Sperrung an verschiedenen Stellen der Trasse Arbeiten zu sehen, so an der Oberleitung am Dornbusch, an den Stationen Hügelstraße und Heddernheim sowie auf der Maybachbrücke.

Stark befahrene Trasse

Die A-Strecke – so genannt, weil sie die erste und damit älteste im Frankfurter U-Bahn-System ist – wurde auf dem Abschnitt Hauptwache und Nordweststadt (heute Nordwestzentrum) am 4. Oktober 1968 eröffnet. Das Alter und die Belastungen der Strecke machen eine fortlaufende Instandhaltung von Gleisen, Weichen und Oberleitung notwendig – die sich selbsterhaltende und ohne Arbeiten erneuernde Infrastruktur hat auf der Welt noch kein Verkehrsunternehmen einführen können.

Bisher ist es auch in Frankfurt üblich, die Strecken, auf denen Erneuerungsbedarf besteht, auf genau diesen Abschnitten und so kurz wie möglich zu sperren. Das hat unter Umständen mehrere Sperrungen auf ein und derselben Strecke innerhalb kürzerer Zeit zur Folge. Oft führt das zu Fragen, warum diese oder jene Strecke denn schon wieder gesperrt ist? Könnte man das nicht zusammenlegen? Hinter der sechswöchigen Sperrung steht jetzt eine neue Baustellen-Philosophie, genau das zu tun, nämlich notwendige Arbeiten nicht auf einzelne Termine zu verteilen und über mehrere Jahre zu strecken, sondern zu einer großen Baustelle zu bündeln und in einem Rutsch auszuführen. Natürlich steckt dahinter die Absicht, an der inzwischen mehr als 50 Jahre alten Strecke in den kommenden Jahren keine Modernsierungen oder Instandhaltungen mehr ausführen zu müssen.

Die laufenden Arbeiten betreffen unterschiedliche Einrichtungen entlang der Strecke und im Tunnel: Weichen- und Gleisbau, Arbeiten am Funk und an der Fahrstromversorgung. Die Details finden sich in dem beigefügten PDF.

„Schaustelle Heddernheim“

Ein besonderer Teil der Bauarbeiten ist auch live zu sehen: Der Einbau von insgesamt sieben Weichen, die den Betriebshof Heddernheim mit der Stammstrecke verbinden. Am Freitag, 19. Juli, 10 bis 16 Uhr, gibt die VGF im Betriebshof Heddernheim allen interessierten Besuchern die Möglichkeit, die Arbeiten aus nächster Nähe zu verfolgen und sich von Vertretern unseres Bahnbaus erklären zu lassen. Mit dieser „Schaustelle“ will die VGF für Verständnis für ihre Arbeit, deren Umfang und natürlich die Sperrung werben. Der Eintritt zum Betriebshof über den H.-P.-Müller-Platz ist frei, für kleine Erfrischungen und Snacks ist gesorgt.