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10.07.2019

Frankfurt stellt Anschluss unter 115 sicher

Von links: Jochen Ditschler, Leiter Servicecenter 115, Stadtrat Jan Schneider und Staatssekretär Stefan Heck begrüßen die flächendeckende Erreichbarkeit der Behördenrufnummer 115, © Stadt Frankfurt am Main
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Land finanziert flächendeckende Erreichbarkeit der einheitlichen Behördenrufnummer

(ffm) Wer in Südhessen die zentrale Behördennummer 115 wählt, landet mit großer Wahrscheinlichkeit beim Service-Center der Stadt Frankfurt am Main. Von dort aus werden nicht nur Anfragen von Bürgern aus Hessens größter Stadt, sondern auch aus rund 40 Partnerkommunen beantwortet. Darüber hinaus nimmt das Service-Center auch Anrufe aus Gemeinden im Gebiet des Regierungspräsidiums Darmstadt entgegen, die noch nicht 115-Partnerkommune sind. Diese Leistung unterstützt das Land Hessen mit einem Zuschuss in Höhe von 30.000 Euro für das Jahr 2019. „In Hessen ist die 115 schon seit 2012 landesweit erreichbar“, sagte Stefan Heck, Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, am Mittwoch, 10. Juli, bei einem Besuch des Frankfurter Service-Centers. „Damit sind wir Vorreiter bei der Umsetzung des Ziels, den Bürgerinnen und Bürgern ein möglichst umfassendes Serviceangebot zu machen.“

Stadtrat Jan Schneider, der für den Bürgerservice zuständige Dezernent, bedankte sich für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit mit dem Land Hessen. „Über unser Service-Center versorgen wir mehr als 3,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger zwischen Rheingau und Main-Kinzig-Kreis sowie zwischen Wetterau und Odenwald. Die Behördennummer 115 ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Kooperation zwischen Kommunen und dem Land.“

Die einheitliche Behördennummer 115 wurde bei der Stadt Frankfurt im März 2010 eingerichtet. Sie dient als zentrale Kontaktstelle für alle Fragen und Anliegen, die Bürger an Behörden von Kommunen, des Landes oder des Bundes haben. Im Service-Center im Gallus sind insgesamt 40 Mitarbeiter tätig, die im vergangenen Jahr rund 250 000 Anrufe entgegengenommen haben. Sie geben umfassend und freundlich Auskunft, unabhängig davon, welche Institution betroffen ist. Die sonst in Ämtern und Behörden zentrale Frage nach der Zuständigkeit rückt bei der 115 in den Hintergrund. „86 Prozent der Anfragen können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abschließend beantworten“, betonte Schneider. „Das ist eine enorme Leistung, durch die andere Dienststellen ganz erheblich entlastet und Einsparungen erzielt werden.“

Auf der Basis von Kooperationsvereinbarungen dient das Frankfurter Service-Center auch als Anlaufstelle für Anfragen aus anderen Kommunen wie zum Beispiel Stadt und Kreis Offenbach, Kreis Groß-Gerau, Friedberg (Hessen), Butzbach, Niederdorfelden, Rüsselsheim am Main, Gelnhausen, Linsengericht und weiteren Kommunen im Main-Kinzig-Kreis. Rund 3400 Anrufe kamen im vergangenen Jahr aus Kommunen, mit denen es noch keinen Kooperationsvertrag gibt. In diesen Fällen werden die Anrufer mit Grundinformationen versorgt.

Bundesweit haben rund 550 Kommunen, zwölf Länder und die Bundesverwaltung haben sich dem Verbund der zentralen Behördennummer bereits angeschlossen. 2,4 Millionen Gespräche wurden im vergangenen Jahr über die 115 geführt, so viele wie nie zuvor. Erreichbar ist die 115 von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr.