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12.06.2019

Umweltdezernentin Heilig weiht Bürgersonnenkraftwerk auf der IGS Eschersheim ein

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und der Geschäftsführer der Sonneninitiative e.V., Volker Klös, freuen sich über das neue Bürgersonnenkraftwerk auf der IGS Eschersheim, 11. Juni 2019, © Sonneninitiative e.V.
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(ffm) Die Integrierte Gesamtschule in Eschersheim wurde mit einer Photovoltaikanlagen ausgestattet. Das Besondere daran: Sie gehört Bürgern. Stadträtin Rosemarie Heilig hat die Anlage am Dienstag, 11. Juni, eingeweiht.

Gemeinsam mit Volker Klös, dem Geschäftsführer des Vereins Sonneninitiative, übergab Stadträtin Heilig die Anlage den Eigentümern und leitete damit eine dreißig bis vierzig Jahre andauernde Sonnenstromproduktion ein. Dies führt dazu, dass die Netze entlastet werden und die Schule nach Abschluss eines Stromliefervertrages mit dem Verein den Sonnenstrom kostengünstig beziehen könnte. Dadurch sparen bereits viele Kommunen in ganz Deutschland hohe Summen ihrer Stromrechnung ein.

Stadträtin Heilig forderte in ihrer Begrüßungsrede, dass alle geeigneten Dächer mir Photovoltaik ausgestattet werden müssen. Nur so könnte der bereits eingetretene Klimawandel noch abgemildert werden. Dafür bekam sie aus dem Publikum reichlich Applaus.

In dieselbe Kerbe schlug Klös, der auf das riesige ungenutzte Potenzial hinwies, welches nur darauf wartet, ausgeschöpft zu werden. Dabei legte er den Finger in die Wunde der verantwortlichen Kommunen. Denn diese müssen die Bebauung durch die Bürger auch zulassen. Leider sind viele Kommunen zurzeit noch nicht bereit, genügend Flächen bereit zu stellen.

Bevor es dann zum symbolischen Netzanschluss und Sektanstoß kam, erläuterte Klös den anwesenden Gästen zunächst noch die eingesetzte Technik und beantwortete alle Fragen zu den Komponenten, zum Betrieb und zur Wirtschaftlichkeit des neuen Bürgersonnenkraftwerks.

Das Bürgersonnenkraftwerk kann bis zu 135 Kilowatt Sonnenstrom erzeugen. Damit können jährlich 95 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Die Stromerzeugung von 125.000 Kilowattstunden im Jahr würde für den privaten Verbrauch von rund 42 Frankfurter Haushalten ausreichen.

Weiterhin hat der Verein der Stadt Frankfurt angeboten, eine Ladesäule für Elektromobile zu installieren, die dazu genutzt werden kann, den ins Ortsnetz eingespeisten Solarstrom direkt zu Mobilitätszwecken zu nutzen.

Sechzehn Bürgern aus Frankfurt und der Umgebung gehört das Bürgersonnenkraftwerk. Sie freuen sich ab sofort über die sonnigen Erträge. Weitere Informationen hat der Verein unter http://www.sonneninitiative.de bereitgestellt.