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07.12.2018

Fahrplanwechsel in Frankfurt: Da tut sich was

Zwei Schülerinnen informieren sich an einer Bushaltestelle über die Abfahrtszeiten, © traffiQ Lokale Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH
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traffiQ-Geschäftsführer Reinhold: ,Zusätzliche Angebote für wachsende Fahrgastzahlen‘

(ffm) „Fahrplanwechsel – da tut sich was“, stellt Tom Reinhold, Geschäftsführer von traffiQ, fest: „Ein rundes Nachtverkehrskonzept an den Wochenenden, eine Verbesserung des Straßenbahn-Angebots ins Gallus, und die erste hessische Buslinie, die komplett mit Elektro-Bussen betrieben wird, sind ohne Frage die Höhepunkte des neuen Fahrplans.“ Über diese bereits bekannten Neuerungen hinaus gibt es aber noch zahlreiche Änderungen, die für die Fahrgäste in Frankfurts Bahnen und Bussen von Interesse sind. Dazu gehören der Tausch der Linienäste der U-Bahn-Linien U6 und U7 im Nordwesten der Stadt, sowohl eine Kürzung als auch eine Angebotsausweitung bei der Buslinie 46 und schließlich dichtere Takte oder mehr Platz auf zahlreichen Linien. „Wir bleiben am Ball, indem wir den wachsenden Fahrgastzahlen gezielt mit zusätzlichen Angeboten begegnen“, sagt Reinhold.

Bitte geänderte Abfahrtzeiten beachten

Die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ empfiehlt allen Fahrgästen, sich rechtzeitig vor dem Fahrplanwechsel über geänderte Abfahrtzeiten ihrer Linien zu informieren. Das neue, über 1600 Seiten starke RMV-Fahrplanbuch für Frankfurt am Main, in dem das gesamte Nahverkehrsangebot in der Stadt, von und zur Mainmetropole zusammengefasst ist, gibt es an den bekannten Verkaufsstellen. Der Verkaufspreis ist mit 2,50 Euro unverändert. Gültig ist der neue Fahrplan ab Sonntag, 9. Dezember, für ein Jahr. Die persönlichen Informationen zum neuen Fahrplan gibt es natürlich auch am RMV-Servicetelefon unter 069/2424-8024, im Internet unter http://www.rmv-frankfurt.de und in der Mobilitätszentrale „Verkehrsinsel“ an der Hauptwache.

Die Änderungen nach Linien

U-Bahn:

Linien U6 und U7: Westliche Linienäste getauscht
Linie U6: Hausen – Industriehof – Hauptwache – Zoo – Ostbahnhof
Linie U7: Praunheim Heerstraße – Industriehof – Hauptwache – Zoo – Enkheim

Die U-Bahn-Linien U6 und U7 tauschen im Westen der Stadt die Linienäste: Die U6 fährt künftig vom Industriehof nach Hausen statt zur Heerstraße, die U7 dann zur Heerstraße statt nach Hausen. Anlass ist das neue Nachtlinienkonzept, in das die U7 als „lange“ Durchmesserlinie eingebunden ist. Darüber hinaus entstehen wirtschaftliche und betriebliche Vorteile, wenn zukünftig bei Veranstaltungen oder weiter steigenden Fahrgastzahlen auf dem stark genutzten Tunnelabschnitt zusätzliche Züge verkehren sollen.

Straßenbahn

Linien 11 und 21: Auch samstags gemeinsam bis Nied
Linie 11: Höchst Zuckschwerdtstraße – Fechenheim Schießhüttenstraße
Linie 21: Nied Kirche – Stadion

Die Fahrgastzahlen der Linie 11 steigen weiter, so dass samstags mehr Platz benötigt wird. Daher verkehrt die Linie 21 fortan auch samstags von 12 bis 21 Uhr über die Mönchhofstraße hinaus bis Nied und bietet gemeinsam mit der Linie 11 dichtere Takte.

Linie 14: Gallus statt Louisa
Linie 14: Bornheim Ernst-May-Platz – Zoo – Hauptbahnhof – Gallus Gustavsburgplatz

Die Linie 14 verkehrt fortan vom Ernst-May-Platz in Bornheim über Zoo, die Altstadtstrecke und den Hauptbahnhof zur neuen Endhaltestelle Gallus Gustavsburgplatz.

Linie 17: In den Ferien morgens dichterer Takt
Linie 17: Rebstockbad – Hauptbahnhof – Neu-Isenburg Stadtgrenze

Die City West wird für Pendler attraktiver: Während der Ferien verkehrt die 17 im morgendlichen Berufsverkehr nicht mehr alle 10 Minuten, sondern im dichten 7,5-Minuten-Takt.

Linie 18: Verlängert zur Louisa
Linie 18: Preungesheim Gravensteiner-Platz – Konstablerwache – Lokalbahnhof - Louisa

Die Linie 18 fährt künftig über die bisherige Endhaltestelle Lokalbahnhof hinaus und übernimmt von der Linie 14 die Bedienung der Verbindung zur Louisa.

Einige Hochflurstraßenbahnen auf den Linien 17 und 18:
Für die wegen der steigenden Fahrgastzahlen notwendige Ausweitung des Angebots auf den Straßenbahnlinien sind zusätzliche Bahnen notwendig. Sie sind bestellt, werden aber erst ab dem Jahr 2020 ausgeliefert. Bis dahin muss die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) auf einige ältere Bahnen zurückgreifen, die leider nicht niederflurig und damit barrierefrei zugänglich sind. Diese Bahnen werden jedoch nur montags bis freitags im Berufsverkehr während des 7/8-Minuten-Taktes auf den Linien 17 und 18 eingesetzt, so dass mindestens viertelstündlich ein barrierefreies Fahrzeug kommt.

Bus

Linien 34 und 50: Geänderte Umleitung bei Messen
Linie 34: Gallus Mönchhofstraße – Bornheim Mitte
Linie 50: Unterliederbach West – Bockenheimer Warte

Bei Messen und dazugehörigen Auf- und Abbautagen verkehren die beiden Buslinien direkt über die Straße Am Römerhof. Dadurch können Verspätungen durch Stau im Messeverkehr am Rebstockgelände zugunsten der durchfahrenden Fahrgäste verringert werden. Die Haltestelle Rebstockbad ist dann durch Umsteigen mit der Linie 17 erreichbar.

Linie 38: Nachmittags einheitlicher 10-Minuten-Takt
Linie 38: Seckbach Atzelberg – Bornheim Mitte – Panoramabad

Wie in der morgendlichen Hauptverkehrszeit fährt die Linie 38 auch nachmittags einheitlich alle 10 Minuten auf dem gesamten Linienweg. Bislang verkehrte nur jeder zweite Bus über Bornheim Mitte hinaus bis zum Panoramabad.

Linie 44: Morgens eine Fahrt mehr für Schüler
Linie 44: Leonhardsgasse – Friedhof Fechenheim

Aufgrund der hohen Nachfrage verkehrt im morgendlichen Schülerverkehr eine zusätzliche Fahrt von Fechenheim zur Riedschule im Enkheim.

Linien 45 bedient Rudererdorf und Gerbermühle
Linie 45: Sachsenhausen Großer Hasenpfad – Südbahnhof – Deutschherrnbrücke (– Offenbach Kaiserlei)

An den Sommerwochenenden übernimmt die Linie 45 die Fahrten über Rudererdorf und Gerbermühle zum Kaiserlei, wo bislang die Linie 46 unterwegs war.

Linie 46: Mehr Fahrten ins Europaviertel
Linie 46: Römerhof – Hauptbahnhof

Die Fahrgastnachfrage im Europaviertel steigt weiter an: In der nachmittäglichen Hauptverkehrszeit wird daher auf der Linie 46 ein 10-Minuten-Takt zwischen Römerhof und Hauptbahnhof angeboten. Sonntags wird die Zahl der Fahrten tagsüber auf einen 15-Minuten-Takt verdoppelt.

Hingegen nutzen nur wenige Fahrgäste den Bus entlang des Museumsufers zwischen Hauptbahnhof und Wasserweg – es gibt vermutlich zu viele attraktive Querverbindungen.

Bis auf zwei Schulfahrten pro Richtung endet die Linie 46 daher künftig vom Europaviertel kommend bereits am Hauptbahnhof.

Linie 51: Verlängert zum Industriepark Höchst Tor Ost
Linie 51: Industriepark Höchst Tor Ost – Niederrad Triftstraße

Alle Fahrten der Linie 51 werden über den Bahnhof hinaus geführt und enden einheitlich am Tor Ost des Industrieparks.

Linie 57: Mittags zusätzliche Fahrten im Schülerverkehr
Linie 57: Zeilsheim Siedlung Taunusblick – Sindlingen Industriepark Höchst Tor West

Auch zwischen der Siedlung Taunusblick in Zeilsheim und in der Lenzenbergstraße ist die Nachfrage insbesondere im Schülerverkehr gestiegen. Mittags werden daher zwei zusätzliche Fahrten der Linie 57 eingeführt.

Linie 63 und 66: Mehr Platz durch Gelenkbusse

Linie 63: Eschersheim Weißer Stein – Preungesheim Gravensteiner-Platz

Linie 66: Eschersheim Weißer Stein – Berkersheim Am Neuenberg

Auch auf diesen beiden Linien steigen vor allem bei den Schulfahrten die Fahrgastzahlen. Daher werden im Schulverkehr weitere Fahrten auf Gelenkbusse umgestellt, die mehr Platz bieten.

Linie 69: Midibusse statt Kleinbusse

Linie 69: Eschersheim Weißer Stein – Dornbusch Hügelstraße

Auf der Linie 69 werden ab Fahrplanwechsel montags bis freitags wegen steigender Nachfrage Midibusse eingesetzt, die mehr Platz bieten als der Kleinbus.

Linie 75: Stromer auf der Linie

Linie 75: Bockenheimer Warte – Bremer Straße – Bockenheimer Warte

Ab dem Fahrplanwechsel kommen auf der Linie 75 nur noch Elektrobusse zum Einsatz. Sie bilden als Ringlinie die Verbindung zwischen der Bockenheimer Warte, dem Uni-Campus Westend, dem Palmengarten und dem Botanischen Garten.

Die U-Bahnlinie 7 im Nachtverkehr, © traffiQ, Foto: Stefan Krutsch
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Nachtverkehr: S-Bahn-, U-Bahn-, Straßenbahn- und Buslinien

Vier U-Bahn-Linien, vier Straßenbahnlinien und 15 Buslinien werden in den Nächten vor Samstagen, Sonntagen und Feiertagen ein dichtes Verkehrsnetz über die Mainmetropole legen. Sie werden damit ganz oder auf Teilstrecken praktisch rund um die Uhr fahren. Als Nachtlinien verkehren sie im 30-Minuten-Takt, einige Buslinien stündlich. Die U-Bahnen und Straßenbahnen werden für die schnellen Verbindungen durch die Stadt sorgen. Ergänzend übernehmen die Buslinien zumeist die Aufgabe der Feinerschließung von den Stationen des Schienenverkehrs in die Stadtteile.

Gemeinsam mit den Nachtlinien des RMV, insbesondere den S-Bahnen, erhalten die nächtlichen Fahrgäste damit am Wochenende ein schnelles und gut abgestimmtes Netz in Frankfurt und in der Region. Unter der Woche wird der Nachtbusverkehr in Frankfurt am Main ab der Zentralstation Konstablerwache wie von den Fahrgästen gewohnt weitergeführt.

n3 und n8: Linienweg an Schienen-Nachtverkehr angepasst
Linie n3: Konstablerwache – Riedberg Annette-Kolb-Weg
Linie n8: Konstablerwache – Sindlingen - Konstablerwache

Mit Einführung des neuen Nachtverkehrs wird der Linienweg der n3 angepasst. Sie verkehrt zwischen Eschenheimer Tor und Holzhausenstraße künftig über die Eschersheimer Landstraße statt über den Oeder Weg.

Der Linienweg der n8 zwischen Galluswarte und Güterplatz wird begradigt. Wie auch bisher schon die Gegenrichtung, fährt der Bus direkt über die Mainzer Landstraße.

Neue Haltestellen

In der Innenstadt wird in Höhe des ehemaligen Bundesrechnungshofes für die Linien 11, 12, 14, n1 und n8 die neue Haltestelle Karmeliterkloster (Kornmarkt) eingerichtet.

In Schwanheim wird zum Fahrplanwechsel die neue Haltestelle An der Wildhube in Betrieb genommen. Sie liegt zwischen den Haltestellen Martinskirchstraße und Henriette-Fürth-Straße und wird von den Linien 62, 68, 78 und n7 bedient.

In Bornheim werden auf der Linie 38 vom Panoramabad in Richtung Bornheim Mitte und Seckbach die zwei neuen Haltestellen Inheidener Straße und Buchwaldstraße bedient.

Alle Neuigkeiten zum Fahrplanwechsel finden sich unter http://www.traffiQ.de/presse-information im Internet.