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09.11.2018

,Durchmischte Quartiere sind der richtige Weg‘ – Stadt, ABG und Polizei zeigen in der Platensiedlung Präsenz

Die Stadträte für Planung und Ordnung, Mike Josef (2.v.l.) und Markus Frank (2.v.r.), Polizeipräsident Gerhard Bereswill (r) und der Geschäftsführer der ABG Frankfurt Holding, Frank Junker (l), stellen bei einem Pressegespräch vor Ort ihre Zusammenarbeit für ein friedliches Zusammenleben in der Platensiedlung vor, 9. November 2018, © Stadt Frankfurt am Main
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(ffm) Die Stadträte für Planung und Ordnung, Mike Josef und Markus Frank, Polizeipräsident Gerhard Bereswill und der Geschäftsführer der ABG Frankfurt Holding, Frank Junker, haben am Freitag, 9. November, bei einem Pressegespräch vor Ort ihre Zusammenarbeit für ein friedliches Zusammenleben in der Platensiedlung vorgestellt: „Wir zeigen künftig noch stärker Präsenz und arbeiten zusammen für ein friedliches Zusammenleben in der Platensiedlung. Wir lassen die Bewohnerinnen und Bewohner nicht allein“, sagten sie übereinstimmend.

In der Halloween-Nacht war es zu Krawallen in der Siedlung gekommen. Zuvor hatte die Polizei vor rund zwei Monaten bei einer Durchsuchung erhebliche Mengen Drogen, Bargeld, Waffen und Diebesgut beschlagnahmt. Daraufhin hatte die ABG Kündigungen für sieben Wohnungen ausgesprochen, aus denen heraus Drogen verkauft wurden.

„Wenn in Wohnungen der ABG Straftaten begangen werden, wie das Dealen mit Drogen oder der rechtswidrige Umgang mit Waffen, dann geht die ABG selbstverständlich dagegen vor und hat dafür meine volle Unterstützung. Dies geschieht auch zum Wohle der friedfertigen Mieterinnen und Mieter in der Platensiedlung und anderer Stadtteile, die das Recht haben, vor Kriminalität geschützt zu werden. Darum unterstütze ich die Maßnahmen der Polizei und verurteile die Angriffe auf Rettungskräfte und Polizeibeamte auf das Schärfste!“, sagte Planungsdezernent Mike Josef. „Wir sehen es auch als unsere Aufgabe an, hier konzentriert vorzugehen. Dazu gehört auch, dass sich ab sofort Bewohner des südlichen Teils der Platensiedlung in der Info-Box an der Stefan-Zweig-Straße melden und Hilfe annehmen können, damit es unverändert die Regel bleibt, dass in Frankfurt überall eine gute, von gegenseitigem Respekt getragene Atmosphäre herrscht. Dafür sind Quartiere, in denen Menschen aus verschiedenen Berufsgruppen zusammenleben und in denen sich die Vielfalt unserer Heimatstadt zeigt, der richtige Weg.“

Während die ABG gegenwärtig den nördlichen Teil der Platensiedlung erfolgreich zu einem urbanen Quartier weiterentwickelt, kündigte Josef an, sich gemeinsam mit der ABG auch die Möglichkeiten der Weiterentwicklung im südlichen Teil genau ansehen zu wollen.

Sicherheitsdezernent Markus Frank kündigte an, „die Sicherheits- und Ordnungskontrollen durch die Streifen der Stadtpolizei in der Platensiedlung zu erhöhen und das Sicherheitsmobil öfter vor Ort zu positionieren. Des Weiteren werden über unseren vor einem Jahr gegründeten Regionalrat Ginnheim die Präventivmaßnahmen forciert.“ Von den bewährten Gewalt-Sehen-Helfen Seminaren, Sicherheitsgesprächen mit den Bürgerinnen und Bürgern, der Teilnahme des Regionalrates bei den Quartiersfesten bis hin zu besonderen Aktionen zu Halloween 2019 reiche das Maßnahmenpaket der Prävention.

Polizeipräsident Gerhard Bereswill stellte klar, dass auch die Landespolizei stärker Präsenz gezeigt hat – in engem Kontakt mit den städtischen Behörden: „Wir konnten in der jüngeren Vergangenheit in der Platensiedlung schon einige Erfolge, durch eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe, vorweisen. Hierzu zählen mehrfache Sicherstellungen von Drogen oder Festnahmen Verdächtiger. Damit schaffen wir sichere Quartiere und ein sicheres Frankfurt. Wir werden durch repressive polizeiliche Maßnahmen Straftaten weiterhin konsequent verfolgen und parallel durch Präventionsarbeit das Vertrauen in die Polizei erhöhen um das Sicherheitsgefühl dort zu steigern.“

ABG-Geschäftsführer Frank Junker ergänzte: „Wir tolerieren keinen Rechtsbruch und keinen Vandalismus. Schließlich haben wir eine Fürsorgepflicht gegenüber unseren Mieterinnen und Mietern und lassen uns den sozialen Frieden in unserer Siedlung nicht zerstören. Wer aus unseren Wohnungen heraus strafbare Handlungen begeht und die Mitmieter bedroht, dem kündigen wir fristlos.“

Junker kündigte darüber hinaus auch Sicherheitsmaßnahmen seitens der ABG an. Gemeinsames Ziel aller Beteiligten ist ein sicheres Quartier, in dem die Menschen gerne leben und keine Bedenken haben, ihre Kinder auf der Straße spielen zu lassen.