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12.10.2018

Rückgrat des Frankfurter Nahverkehrs

Peter Feldmann besucht Ausstellung ,50 Jahre U-Bahn‘

(ffm) Frankfurt ohne U-Bahn? Das ist heute unvorstellbar. 50 Jahre alt ist die Frankfurter U-Bahn im Oktober 2018 geworden. Zum Jubiläum zeigt die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) noch bis Sonntag, 14. Oktober, die Ausstellung „50 Jahre U-Bahn“, die danach ins VGF-Verkehrsmuseum in Schwanheim umzieht.

Die Schau zeigt Voraussetzungen, Planungen, Beschlüsse, Bau und Betrieb der U-Bahn von 1961 bis 2018 und gibt einen Ausblick auf das Projekt Europaviertel. Fahrzeuge, die im Einsatz waren und sind, sind ebenso zu sehen wie Modelle verschiedener Stationen.

Oberbürgermeister Peter Feldmann hat die Ausstellung am Donnerstag, 11. Oktober, besucht. „Mich haben besonders die Bilder der Bauarbeiten in den 60ern beeindruckt“, sagte Feldmann. „Man sieht den Platz an der Hauptwache ohne Hauptwache, die Eschersheimer Landstraße als kilometerlange, offene Baugrube. Lärm, Vibrationen, Staub, Staus, fehlende Parkplätze und Hupkonzerte – all das nahmen die Frankfurter in Kauf. Dafür bekamen sie eines der modernsten Verkehrsmittel.“

Oberbürgermeister Peter Feldmann zeigt bei seinem Besuch der Ausstellung '50 Jahre U-Bahn' auf ein Modell der U-Bahnstation Bornheim Mitte, neben ihm stehen (l-r) Hartmuth Kunze, Frank Nagel, Kurt Preissendörfer, Dietger Blähr und VGF-Geschäftsführer Thomas Wissgott, 11. Oktober 2018, © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Rainer Rüffer
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1968 war Frankfurt die dritte Stadt in Deutschland mit einer U-Bahn – und die 35. in der Welt. In den Folgejahren wurde das unterirdische Netz kontinuierlich ausgebaut, die Strecke zwischen Seckbacher Landstraße und Hauptbahnhof entstand. Die Linien U1, 2 und 3 wurden unter dem Main hindurch bis zum Südbahnhof verlängert, Enkheim ans Netz angeschlossen, zuletzt der Riedberg, um nur einige Abschnitte zu nennen. Inzwischen bringen 224 Wagen die Frankfurter auf neun Linien durch die Stadt, an 86 Stationen können die Fahrgäste ein- und aussteigen. Knapp 65 Kilometer lang ist das Streckennetz, 23 davon liegen im Untergrund.

„Auch heute noch ist die U-Bahn das Rückgrat des Frankfurter Nahverkehrs und eines der wichtigsten Systeme, um Bürger und Pendler ans Ziel zu bringen“, stellte Feldmann fest. 2017 beförderte sie 134,7 Millionen Fahrgäste, das sind beinahe doppelt so viele wie 1998 – die Tendenz ist steigend. Und die Stadt führt fort, was vor 50 Jahren begann: 2024 soll der Bau der Röhren zwischen Platz der Republik und Güterbahnhof beendet sein, ein Jahr zuvor die Verlängerung der U5 gen Norden, die dann, wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind, vom Frankfurter Berg bis ins Europaviertel führen wird. Ab Frühjahr 2020 werden 22 zusätzliche Mittelteile für die Flotte des Typs „U5“ geliefert. So können mehr Fahrgäste transportiert werden, ohne dass zusätzliche Züge fahren.

„Eine Fahrt in der Frankfurter U-Bahn ist für uns heute eine Selbstverständlichkeit. Vor 50 Jahren war sie im wahrsten Sinne des Wortes bahnbrechend“, sagte Peter Feldmann abschließend.